Unsere Geschichte +Archiv

Nachfolgend finden Sie einige Exemplare der „Grünen Zeitung“ des OV Düren und danach unsere „Geschichte“.

Ausgabe 20: Ausgabe_09_2018

Ausgabe 19: Zeitung_2017-09 (vor Bundestagswahl)

Ausgabe 18: Zeitung_2017-05 (vor Landtagswahl)

Ausgabe 17b: Ausgabe_07_2016_Web

Ausgabe 17: Zeitung August 2015

Ausgabe 16: Zeitung_2014-02 (2014)

Hinweis: Bei der Nummerierung taucht die Ausgabe 17 irrtümlich in zwei Jahren auf. Wir haben den Fehler hier berichtigt, indem wir die Ausgabe in 2016 als 17b bezeichnen.

Geschichte der Grünen in Stadt und Kreis Düren

Georg Schmitz vom Ortsverband Düren hat über die Geschichte der Grünen recherchiert, alte Zeitungstexte im Stadtarchiv gesichtet und mit eigenen Unterlagen abgeglichen. Anlässlich 40 Jahre Grüne in Düren stellen wir hier Anfang 2020 eine Zusammenfassung und auszugsweise Bilder und Dokumente ein.

Am 8.8.1979 gründete sich in Aldenhoven ein Kreisverband Düren der Grünen. Dies belegt das Gründungsprotokoll, unterschrieben von Helmut Friedrich, dem Leiter der Gründungsversammlung. (Dies deckt sich auch mit einem Pressetext vom 17.06.1980, der über die Gründung von neuen Ortsgruppen des KV Düren berichtet).

Gründung Landesverband NRW – und Bundesverband

Seit 1977 kam es im ganzen Bundesgebiet zur Gründung „Grüner“ und „Bunter“ Listen. Daraus resultierend gründete sich am 16.12.79 der Landesverband NRW der Grünen. Am 12./13. Januar 1980 trat in Karlsruhe ein Kongress zusammen und gründete die Bundespartei DIE GRÜNEN.

Erste Schritte des KV
Belegt wird mit Zeitungstexten aus dem April 1980, dass sich die Grünen erstmals in Düren öffentlich in einer Versammlung darstellten und Grünen – Kreissprecher Axel Braun mit August Haußleiter einen der damaligen drei Grünen-Bundesvorsitzenden in Düren begrüßen konnte.

Kandidat der Grünen für die Landtagswahl am 11.Mai 80 war Karl – Josef Prell. Ein Thema war die Ablehnung der Autobahn A56, einer geplante Nord-Süd-Linie im Kreis Düren Richtung Euskirchen, die östlich an Düren vorbei geplant wurde. Im Mai 80 gab es eine weitere Kreis – Mitgliederversammlung in Düren. Joseph Beuys besuchte Düren als Spitzenkandidat auf der NRW Liste für den Bundestag im August 1980.

Gründung OV Düren und Grüne Büros

Am 13.06.1980 erfolgte die Gründung des OV Düren im Kolpinghaus.
Die Versammlung wählte Helmut Ehlers zum Vorsitzenden.

Im Sommer 2020 können die Dürener Grünen also bereits das 40jährige Bestehen feiern.

Die derzeit „dienstältesten“ Aktiven sind Norbert Rulands (Gründungsmitglied im KV Heinsberg) und Bruno Voß. Norbert war von Anfang an dabei, kam aber erst nach 10 Jahren nach Düren, Bruno kam von der Lahn und wurde 1985 in Düren aktiv!
Das erste Büro der Grünen war in der Hohenzollernstraße 8 (Nähe Ecke Bonner Str.). Dazu haben wir aber keine belastbaren Informationen gefunden, sondern nur die Absenderangabe auf mehreren Dokumenten.
Es ist nicht noch wirklich klar, ob es ein Büro war, oder eine Privatadresse war. Das erste nachweisliche Büro gab es ab Sommer 1986 in die Tivolistraße. Im Sommer 1996 zogen wir in die Gutenbergstraße. Später fand man den OV und KV im „Roten Haus“ in der Nideggener Straße. Ende 2012 zog das gemeinsame Büro an den Friedrich-Ebert-Platz.  

Zurück zu den Anfängen:

Eines der herausragenden lokalen Themen in Düren war die Besetzung der Pleußmühle durch etwa 50 Personen am 10.11.1980.  Dadurch sollte der Abriss verhindert werden – was letztlich ja auch gelang. Es ist belegt, dass die Grünen damals die Besetzer unterstützten, da ein Teil der Besetzer zu den Grünen gehörte. (Quellen: Zuschussantrag des KV bei den Landesgrünen durch Axel Braun und Leserbrief von Günter Schötter am 9.12.80).

Der Widerstand gegen ein Zwischen – oder Endlager für abgebrannte Brennelemente aus Hochtemperaturreaktoren war ein weiterer Arbeitsschwerpunkt. Im Februar 1981 wurde erstmals der Kreisvorstand neu gewählt. Aktionstage aus 1981 sind dokumentiert. In unseren Ordnern ist u.a. das Bundesprogramm der Grünen aus 1983 enthalten. Im Sommer 1983 wird der KV Düren geteilt in einen KV Jülich mit den Ortsverbänden Jülich und Aldenhoven, sowie in einen KV Düren mit den südlichen Ortsverbänden. Ursache dafür sind die weiten Entfernungen, die die praktische Arbeit erschweren. Gefunden wurden als Beleg eine Mitgliederliste des KV Jülich vom 15.6.83 und ein Artikel dazu. Die Friedens- und Antiatompolitik stehen im Vordergrund der Arbeit.

Erste Ratsfraktion 1984: Aus 1984 stammen die „Aussagen und Positionen der Grünen zur Kommunalpolitik“. Im September erschien die Zeitung mit einem außergewöhnlichen Namen: „Grüner Spinner“. Nach der Kommunalwahl am 30. September 1984 gab es erstmals eine Grüne Stadtratsfraktion und diese kam direkt zusammen mit der SPD in „Regierungsverantwortung“. Es wurde ein „roter“ Bürgermeister. Die Koalition hielt aber nur wenige Wochen und wurde schon Anfang Dezember wieder beendet. Die Grünen warfen der SPD Vertragsbruch vor. Auch in Jülich sowie im Kreistag gab es je drei Sitze für Grüne. Die Grünen lehnen den Neubau von Umgehungsstraßen ab, so ein Bericht vom 27.8.84. Aufreger in Düren war im Oktober 84, dass die Grünen -Ratsfrau Iris Molitor – Müller ihren kleinen Sohn Jonathan mit in den Sitzungssaal brachte.

In den Jahren 84 – 88 gibt es versch. personelle Wechsel in der Partei und der Fraktion. Aus dem „Grünen Spinner“ wurde Anfang 1986 das „Grüne Stadtblatt“ (Nr. 1 und 2 sind vorhanden.).
1986 und 87 ist die Verkehrspolitik zentraler Gegenstand der Beratungen. Eine Busspur in der City wird 9 Monate getestet. Während die CDU eine Beendigung des Probbetriebs forderte, machten SPD und Grüne auf steigende Fahrgastzahlen aufmerksam und sprachen sich für die Busspur aus. Diese Busspur vor dem Rathaus gibt es noch heute und sie gilt als großer Erfolg! Eine K29 südl. Niederau wird bekämpft. (Diese Straße wurde erst gut 30 Jahre später endgültig durch uns verhindert.) Bild: Umgehungsstraßenpläne für Düren.

1986 auch eines unserer Schwerpunktthemen: „Lendersdorf will keinen Atomschrott“.
Im Oktober 1986 wird Dierk Simons Kreis – Fraktionschef (Zeitungsbericht vom 24.10.86).
Bruno Voß wurde 1985 Mitglied in der Fraktion als sachkundiger Bürger und am 24.7.1986 Mitglied bei den Grünen.
(Siehe auch Beitrag zur Verleihung der Bürgermedaille im Dezember 2019)

Hans Wabbel wird Baudezernent – oder: Die wilden Jahre
1987 wurden von rot/grün Dr. Hans Böckels als Kämmerer und 1.Beigeordneter, sowie Hans Wabbel als technischer Beigeordneter gewählt. Hans Wabbel kam aus Düsseldorf „auf grünem Ticket“ in sein Amt. Im gleichen Jahr verlies SPD – Ratsmitglied Müther die Fraktion, so dass es keine Rot- grüne Mehrheit mehr gab. SPD / Grüne und CDU / FDP waren gleichauf. Und dann kamen die Turbulenzen bei den Grünen. In einem Richtungsstreit gab es zunächst den Rücktritt der damaligen Fraktionsvorsitzenden Brunhilde Sieburg. Der Streit ging u.a. um die Kompetenzen der Dezernenten und fand seinen Höhepunkt im Mai 1988. Der Ortsverband der Grünen forderte damals das Ehepaar Obholzer und Brunhilde Sieburg zum Rücktritt auf, da diese mit Ihrem Abstimmungsverhalten die Kompetenzen des eigenen (bzw. von Grünen initiierten) Baudezernenten beschnitten hatten. Bedingt durch die „heftige Fluktuation“ zog die Liste der Kommunalwahl bis zum letzten Platz! Auch auf Kreisebene gab es „Unruhen“ bei den Grünen, weshalb ältere Grüne von den „wilden Jahren“ sprechen.

Eine BI gegen die K 29 n wurde von den Grünen in den Jahren 86/87 mit gegründet und unterstützt. (Ohne uns wäre die Südtangente in Düren gebaut worden. Die haben wir erfolgreich verhindert. Sonst gäbe es demnächst kein Öko – Wohngebiet Prümscher Hang, sondern eine schöne breite Straße). Ohne uns gäbe es auch kein Naturschutzgebiet Berzbuirer Knipp. Da hatten wir eine Riesendemo mit Unmengen von Leuten in 88/ 89.

1989: Carmen Heller – Jansen und Bernd Föllmer, Dieter Esper und Marion Lörken kandidierten zur Kommunalwahl. (Liste in Artikel vom 14.4. zu finden). In Folge der internen Unruhen verfehlten die Grünen in Düren mit 4,4% den Einzug in den Rat und waren bis 1994 nicht im Rat vertreten!

Im Dezember 1989 wählte der Rat (also ohne Grüne Beteiligung!) mit Stimmen von SPD und FDP Eckhard Creutz zum neuen Stadtdirektor und Wolfgang Herbst zum 1. Beigeordneten. Beide Spitzenbeamte gehörten der SPD an. Verschiedene Zeitungsartikel berichten derweil über das nicht immer unumstrittene Wirken des Baudezernenten Wabbel.

Carmen Heller Macherey (sie hieß früher Heller – Jansen) berichtete mir: „Ich bin im April 1987 zu den Grünen gekommen. Wichtig war, dass die Grünen die Spitzen der Bewegung gegen die Volkszählung waren, und dass nur durch die Informationen der Grünen und die damit verbundene Bürgerinitiative, verhindert wurde, dass in Lendersdorf in der Hütte Atomschrott eingeschmolzen wurde. Konkret dadurch bin ich 87 zu den Grünen gekommen. Wir waren dann auch 87 die Einzigen, die nicht nach dem Motto „Das Boot ist voll“ gegen Flüchtlinge gehetzt haben. Helga und Ludger Dowe hatten den AK Asyl gegründet und wir haben sie seit Sept.87 aktiv unterstützt. Und als wir ab 89 zeitweise nicht im Rat waren, haben wir Friedens – Demos mitorganisiert, gegen das Lager protestiert, Flüchtlinge vor der Abschiebung gerettet, und ich hatte es auf Umwegen geschafft, im Ausländerbeirat zu sitzen, obwohl wir nicht im Rat waren.“

1994: Die Grünen ziehen wieder in den Rat ein, – haben aber eine übermächtige SPD mit einer absoluten Mehrheit zu verkraften. Bernd Föllmer wird Fraktionsvorsitzender, Marion Lörken (Listenplatz 1), Bruno Voß (Listenplatz 3) und Carmen Heller-Macherey (Listenplatz 4) sind die weiteren Ratsmitglieder. Besonderheit damals: Ein Mann kandidierte mit Zustimmung der Frauen in der grünen Versammlung auf dem 3. Listenplatz! Bernd Föllmer kritisiert von Beginn an die Stadtspitze und die Machtpolitik. Im Kreistag gibt es Rot-Grün.

1995: Der Verfasser dieser Chronik (Georg Schmitz) wird bei den Grünen aktiv und taucht erstmals in einem Pressebericht auf. In den Berichten geht es oft um die Müll – und die Verkehrspolitik, z.B. um die Führung des Radverkehrs in der Oberstraße (stadtauswärts). 1996 ging es in den Berichten u.a. um die Situation an den Bushaltestellen. Die Grünen (KV und OV) sind 1996 von der Tivolistraße in die Gutenbergstraße umgezogen.

1997: 1997 wird Bruno Voß zum Vorsitzenden im Jugendhilfeausschuss gewählt! 1997 läuft auch die Diskussion um den Verlauf einer B264N. Soll entweder auf der alten Kreisbahntrasse durch Birkesdorf oder stadtnah (Eisenbahnstraße, Fritz-Erler-Straße, entlang der Westkampfbahn…) geplant werden. Eine Stellungnahme der Grünen ist in dem Artikel nicht zu finden, aber weitere Recherchen ergeben, dass man sich (wenn die Straße nicht zu verhindern ist) für die stadtnahe Variante aussprach. Im April erscheint der Leserbrief „Wer Straßen sät, wird Autos ernten“ von Georg Schmitz, der sich grundsätzlich kritisch zu allen Umgehungsstraßen – Planungen äußert. 

Stadtbahn: 1997 setzen sich die Dürener Grünen für die Stadtbahn ein. Warum, so die Frage, soll die Rurtalbahn weiter „außen rum“ um das Zentrum fahren, statt mitten durch. Ein Gutachten zeigte auf, dass es machbar wäre, die Eisenbahnlinie mit modernen Fahrzeugen wie eine Straßenbahn durch die Stadt fahren zu lassen. Weitere Strecken, i.d.R. Reaktivierungen alter Strecken, werden im Stadtbahnkonzept gefordert.

Viele weitere Dokumente betreffen die Flüchtlings – und Sozialpolitik und die Diskussion um eine geplante forensische Außenwohngruppe des LVR.
Die rot-grünen Jahre im Kreistag waren nicht immer einfach, denn es gab nur eine Mehrheit von einer Stimme und die Grünen erlebten die SPD als unzuverlässig (so die Berichte).
Streit gab es auch, als 1997 Oberkreisdirektor Hüttemann in Ruhestand ging. Rot – Grün wollte die Doppelspitze bis 1999 beibehalten, während die CDU schon direkt Günter Schuhmacher (CDU) als hauptamtlichen Landrat wollte. Rot-Grün hielt und Lukas bleibt Landrat. In einer Kreis – Mitgliederversammlung im März sind mit Gisela Nacken, Gerd Mai und Christa Nickels gleich drei prominente Landes – und Bundespolitiker zu Gast. Im Juni 97 wurde Annemarie Frage –Münch (SPD) als Nachfolgerin von Herrn Hüttemann als Kreisdirektorin und Manfred Beck (Grüne) als Jugenddezernent gewählt. Es werden auch die vertraglichen Grundlagen für die Biostation Nideggen gelegt! Nachdem Cato Hilfert im Sommer 97 zweiter stellvertretender Landrat wurde, wählte die Kreisfraktion Oliver Krischer zum neuen Fraktionsvorsitzenden.

1998: Der Computer-Skandal macht Düren unschön bekannt. Der Focus berichtet über „Filz der üblen Art“, nachdem eine SPD Stadträtin Meier-Grass dem eigenen Fraktionsvorsitzenden Herman Schroeders die Staatsanwaltschaft auf den Hals geschickt hatte. Es ging um die Lieferung von 95 Computern seiner Firma an die Stadt.

1999: Die Grünen ziehen mit Verena Schloemer und Bruno Voß wieder in den Rat ein. Bernd Föllmer hatte zuvor seinen Rückzug aus der Politik beschlossen. Die Spitzenkandidaten Verena Schloemer und Bruno Voß beschließen, auch die Büroorganisation völlig neu zu gestalten und teilen der Fraktionssekretärin mit, dass das Arbeitsverhältnis nach der Wahl nicht verlängert wird. Neue Fraktionsvorsitzende wurde die Spitzenkandidatin Verena Schloemer. Stellvertreter wurde Bruno Voß. Nun hat die CDU die absolute Mehrheit – und nutzt diese ebenso aus, wie zuvor die Sozialdemokraten. Der sachkundige Bürger Georg Schmitz wird zum Fraktionsgeschäftsführer ernannt und betreut auf Honorarbasis das Fraktionsbüro. Er baut erstmals einen Internetauftritt auf – den er bis heute betreut. 

2004: Das bewährte Duo macht für die Grünen weiter, ergänzt um Carmen Heller Macherey. Wir sind nun wieder zu dritt und haben nur knapp den 4. Sitz verpasst. Die CDU hat weiter eine eigene Mehrheit.

2009: Die CDU muss sich nach der Kommunalwahl erstmals einen Koalitionspartner suchen und wählt die FDP. Neben den drei „alten Hasen“ ziehen Gisela Huber und Georg Schmitz für die Grünen in den Rat ein. Ebenfalls 2009 wird Oliver Krischer (Link) vom OV Düren unser erster Grüner MDB aus dem Kreis Düren. 
Nov. 2011: Der „grüne“ Baudezernent (der zwischenzeitlich in die SPD eingetreten war) und zweimal als Dezernent wiedergewählt wurde, geht in den Ruhestand.

März 2012: Ein Teil der Geschichte der Grünen ist auch die Zusammenarbeit mit dem früheren Bürgermeister Jupp Vosen. Als er im März 2012 in einer Sonderratssitzung das Ehrenbürgerrecht erhielt, sprach die Fraktionsvorsitzende dieses Grußwort für Josef Vosen.

Lieber Jupp! Der Aufbruch der Grünen bei der Bundestagswahl 1983 und dann auch 1984 bei der Kommunalwahl in Düren hat Dich zum bisher einzigen sozialdemokratischen Bürgermeister dieser Stadt nach dem Krieg gemacht. Bis 1989 folgten dann bewegte Zeiten, in denen die Grünen oftmals ein recht komplizierter Partner waren. Ich habe zwar diese Zeit in Düren nicht selbst miterlebt, aber Bruno und Carmen gehören zu den Grünen der ersten Stunde. Die Kassen waren damals gut gefüllt, aus heutiger Sicht ein unvorstellbarer Reichtum. So wurde das Haus der Stadt auf den Weg gebracht und unsere beiden Gesamtschulen, denen du aufgeschlossen gegenüber standest, aber den örtlichen Schulkampf wolltest du anfangs nicht führen. Schulpolitisch war das aus heutiger Sicht eine der besten Entscheidungen in den letzten 25 Jahren, wie die Nachfrage deutlich zeigt. Du hast in dieser Zeit mit der knappen rot-grünen Mehrheit, aber auch nach 1989, als ihr ohne Grüne regieren konntet, immer einen Weg gefunden deine Mehrheiten zu sichern. Wenn es brenzlig wurde, fanden Sitzungen mit verkürzter Ladungsfrist statt, wohl wissend, dass Kandidaten der Gegenseite abwesend waren. Bekannt warst du auch für die vielen Dringlichkeitsentscheidungen. Wir danken Dir insbesondere für Deine besonnene Flüchtlingspolitik in den 90-er Jahren. Ob die Aufnahme der vielen Aussiedler aus Osteuropa, oder die zahlreichen Flüchtlinge insbesondere im Kosovokrieg, du bliebst immer geradlinig: keine Sammellager, sondern dezentrale Unterbringung! Ich erlebte Dich als ewigen Begleiter der rot-grünen Kreismehrheit von 1994-1999. In dieser Zeit haben wir gemeinsam für den Kreis viel auf den Weg gebracht.
Ob Beschäftigungsgesellschaften, Schuldenberatung, Drogenberatung oder die viel umstrittene Bekleidungspauschale, – das war eine bewegte spannende Zeit. In stundenlangen Nachtsitzungen diskutierten wir oftmals hitzig bis zum frühen Morgen. Doch was dann am Ende stand, wurde nicht mehr in Frage gestellt, wir konnten uns dank deiner Unterstützung immer auf die Zusagen verlassen. Als ich 1999 in den Stadtrat einzog, ging die Ära Jupp leider zu Ende. Schade, sonst würde heute eine Straßenbahn durch Düren fahren. Diese große Chance für diese Stadt ging mit dir! Herzlichen Glückwunsch und noch viele erfüllte Jahre. (Verena Schloemer Fraktionssprecherin)

Im März 2013 ging diese neue Internetseite der Grünen online und viele alte Texte haben wir seitdem im System stehen gelassen. Die Chronik endet hiermit. Die Wahlergebnisse in Düren seit 1994 stehen auf https://www.dueren.de/verwaltung-politik/politik/wahlen/wahlergebnisse/

Link zu tollem Pressetext vom 16.1.2020!

Eine Recherche und Zusammenfassung von Fraktionsgeschäftsführer Georg Schmitz aus 2013, überarbeitet Anfang 2020.