Frühjahrsputz und „Task Force Abfall“

Am 25.3. beteiligte sich die grüne Fraktion am Frühjahrsputz des DSB und säuberte den Adenauerpark. Solche Aktionen machen wir i.d.R. jedes Jahr mindestens einmal. (Foto oben)
Inhaltlich passend zu dem Termin gab es diese Presseinformation der Stadt Düren:
„Task Force Abfall“ des Ordnungsamtes ist Müllsündern auf der SpurDüren.

„Wir wollen Müllsündern auf die Nerven gehen“, erklärt Alexander Monath von der „Task Force Abfall“ des Ordnungsamtes der Stadt Düren. Die Task Force ist im gesamten Stadtgebiet im Einsatz.

Der Wunsch nach einer „Task Force Abfall“ kam ursprünglich aus der Politik. Vorbilder waren Städte wie Düsseldorf oder Mönchengladbach. Das Ordnungsamt der Stadt Düren und der Dürener Service Betrieb erhielten den Auftrag, ein Konzept für den Kampf gegen „wilden Müll“ zu entwickeln. Im Spätherbst 2021 begannen die ersten Planungen, seit dem vergangenen Jahr ist die „Task Force Abfall“ tatsächlich auf der Straße. Alexander Monath ist von Beginn an dabei, zusammen mit seinem Kollegen Kevin Balzer entwickelte er schließlich das Konzept. Inzwischen ist er Koordinator der Task Force: „Mir gefällt vor allem die Detektivarbeit vor Ort“, erklärt Alexander Monath.

Die bisherigen Erfolge geben der Task Force recht. Wie zum Beispiel ein Fall aus Arnoldsweiler vor kurzem gezeigt hat. Dort waren in der Nähe des Sportplatzes etwa zweieinhalb Kubikmeter Sperrmüll illegal entsorgt worden – Bauschutt, Türzargen, Holz, Verpackungsmaterial für Laminat. Hinweise auf den Besitzer zunächst Fehlanzeige. „Wir haben dann den Müll durchwühlt und schließlich eine Adresse auf den Resten einer Verpackung gefunden“, berichtet Alexander Monath. Er und sein Team machten sich auf den Weg zur angegebenen Adresse und entdeckten dort tatsächlich eine Baustelle: „Neue Türen, passendes Laminat. Das war schon ziemlich eindeutig“.

Wichtig dabei: Die Task Force ist nicht für das Einsammeln des Mülls zuständig, die Müll-Detektive sind immer auf der Suche nach den Verursacherinnen und Verursachern: „Unsere Erfolge sprechen sich rum, sorgen dafür, dass sich der Sünder oder die Sünderin beim nächsten Mal nicht mehr traut, den Müll einfach irgendwo hin zu kippen und schrecken hoffentlich auch andere potenzielle Müllsünder ab“, hofft Alexander Monath. „Wir wollen dafür sorgen, dass der DSB weniger arbeiten muss.“

Die gute und enge Zusammenarbeit mit dem Dürener Service Betrieb ist eines der Fundamente der „Task Force Abfall“. Es gibt regelmäßige Treffen und Absprachen. Unter anderem über die DSB-Müll-App kann illegal entsorgter Müll gemeldet werden. „Die Zusammenarbeit mit dem DSB hat von Anfang an sehr gut funktioniert“, erklärt die Leiterin des Dürener Ordnungsamtes, Simone Warawko. „Es ist wichtig, dass viele zusammen hinter diesem Projekt stehen und die Probleme gemeinsam lösen.“ Und so passt es gut ins Bild, dass das Team der Task Force weiter aufgestockt worden ist. Zwei zusätzliche Stellen wurden geschaffen.

„Die Arbeit macht wirklich sehr viel Spaß und viele Dürenerinnen und Dürener sind sehr dankbar, dass wir schnell präsent sind und uns um den wilden Müll kümmern. Wir sind quasi an allen Tagen der Woche rund um die Uhr erreichbar und im Einsatz“, sagt Task Force-Koordinator Monath. „Und die ertappten Müllsünderinnen und Müllsünder sind meist einfach überrascht, dass wir ihnen auf die Spur gekommen sind.“

So war es schließlich auch bei dem Fall in Arnoldsweiler. Nach kurzem Leugnen gab der erwischte Bauherr zu, den Bauschutt illegal entsorgt zu haben. Gegen ihn läuft jetzt ein Bußgeldverfahren, es droht eine empfindliche Strafe. Aber er sicherte zu, den illegal abgeladenen Bauschutt eigenständig zu entfernen und dann legal zu entsorgen. Für Alexander Monath und sein Team das vorläufige Ende eines erfolgreichen Einsatzes.

Foto: Die „Task Force Abfall“ des Ordnungsamtes fahndet bei illegal entsorgtem Müll nach Hinweisen auf die Versuracherinnen oder Verursacher. Die Erfolge sprechen sich rum. (Stadt Düren -Pressestelle)

Fraktionsgeschäftsführer Ratsfraktion Düren

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