Sicherheit am Bahnhof verbessern

Die Koalition Zukunft Düren beantragt für den nächsten Stadtrat, dass der Rat beschließt, eine Ordnungspartnerschaft für den Bahnhof Düren und das direkte Bahnhofsumfeld anzustreben.

Dazu Georg Schmitz (Grüne), der Vorsitzender des Ausschusses für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz:
Am Bahnhof fühlen sich die Bürger*innen zunehmend unwohl, denn Straftaten und Belästigungen im Bahnhofsumfeld sind vermehrt vorgekommen. Der Bahnhof muss kurzfristig sicherer und mittelfristig attraktiver werden. Die Bundespolizei, die für Züge und Bahngelände zuständig ist, muss sich in Düren stärker engagieren!

Dagmar Nietan, die Fraktionsvorsitzender der SPD ergänzt: Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass eine enge Abstimmung aller Beteiligten, ein regelmäßiger Informationsaustausch und ein gemeinsames Auftreten im ganzen Bahnhofsumfeld Verbesserungen bringen. Dazu haben sich Ordnungspartnerschaften als geeignetes Mittel bewährt. Wir hoffen, dass eine enge Zusammenarbeit nun schnelle Verbesserungen bringt.

Der Antrag im Wortlaut: Sehr geehrter Herr Bürgermeister Ullrich, wir bitten um Aufnahme des Themas Ordnungspartnerschaft in die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Rates.

Beschlussvorschlag: Der Rat beschließt, eine Ordnungspartnerschaft für den Bahnhof Düren und das direkte Bahnhofsumfeld anzustreben.

Begründung: In der letzten Zeit sind Straftaten und Belästigungen im Bahnhofsumfeld vermehrt vorgekommen und am Bahnhof fühlen sich die Bürger*innen zunehmend unwohl.
Vor allem zum Wohle der Menschen, die den Bahnhof besuchen, aber auch um den Ruf der Stadt sowie die Ziele der umweltfreundlichen Mobilität nicht weiter zu gefährden, muss der Bahnhof nicht nur mittelfristig attraktiver, sondern v.a. kurzfristig sicherer werden. Auch der regionale Beirat des Aachener Verkehrsverbundes AVV hat die Situation in der letzten Sitzung als großes Problem bezeichnet.  
Die Dürener Polizei verzeichnete fast 60 Einsätze am und im Bahnhof Düren binnen gut drei Wochen,- so berichtete die Dürener Zeitung am 28.5.2022. 
Die Bundespolizei, die für Züge und Bahngelände zuständig ist, wurde bereits vom Kreis Düren angeschrieben und es gab erste Schwerpunkteinsätze mit zahlreichen Festnahmen.

Der Bahnhof muss jedoch noch stärker in die Streifenfahrten aufgenommen und die Landespolizei durch die Bundespolizei unterstützt werden. Der DB Sicherheitsdienst kann im Gebäude ein Hausverbot aussprechen, gegen die Personen aber direkt außerhalb des Bahnhofs nichts mehr bewirken. Die zuletzt erneuerte Kameratechnik im Bahnhof ist hilfreich – aber es muss dann auch eine enge Abstimmung mit allen Beteiligten geben. 

Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass eine enge Abstimmung aller Beteiligten, ein regelmäßiger Informationsaustausch und ein gemeinsames Auftreten im ganzen Bahnhofsumfeld Verbesserungen bringen. Dazu haben sich Ordnungspartnerschaften als geeignetes Mittel bewährt.

Deshalb wird eine Ordnungspartnerschaft angestrebt zwischen Stadt Düren, Bundespolizei, Landespolizei und DB Sicherheit. Gemeinsame Streifen und v.a. ein enger Austausch über vorhandene Informationen (auch mit DB Regio, Rurtalbahn und Mietern im Bahnhof) sind nötig. Wir erwarten im Rahmen einer solchen Partnerschaft auch ein größeres Engagement der Bundespolizei. Mittelfristig sollte wieder ein sog. Dienstverrichtungsraum der Bundespolizei am Bahnhof Düren entstehen.     

Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Ordnungspartnerschaft und
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neuss/gegen-angstraum-bahnhof-aid-1.172924 

Fraktionsgeschäftsführer Ratsfraktion Düren

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