Unser Wald und der Krieg – was lernen wir?

3.000.000 qm Langerweher Wald sind verschwunden – rund 25% sind bereits Kahlflächen. Statt zusammenhängende Waldgebiete sieht man nur noch Baumstümpfe. 
Windbruch, Wassermangel und Borkenkäfer tun ihr Werk, und das seit vielen Jahren. Waldsterben 2.0 ist in vollem Gange. 

Die Gründe sind bekannt: Nach dem 2. Weltkrieg wurden schnellwachsende Baumsorten gesetzt, um Bauholz zu ernten. 
Ein naher Tagebau, der Wasser abgräbt und CO2 freisetzt, um den wachsenden Energiebedarf zu decken, tut sein Übriges.
Ist das der richtige Weg?

Spätestens nach dem Kriegsbeginn in der Ukraine ist allen klar: Wir sind abhängig von fossilen Brennstoffen – zudem aus Ländern, die wir sicher nicht als „menschenfreundlich“ bezeichnen dürfen.
Ob Katar oder Russland – wir müssen uns unabhängig machen und selbst Energie erzeugen. Aber mit Weitblick!

Was also tun?

Klimaschutz durch: Photovoltaik auf jedes Dach, Energiespeicher in jedes Haus, Ausbau der Windenergie. Das ist kurzfristig möglich, wenn alle an einem Strang ziehen und Fördermittel investiert werden.
Der Wald muss schnell mit widerstandsfähigen Baumsorten aufgeforstet werden. An manchen Stellen wird die Natur sich auch selbst heilen müssen – ohne Aufforstung.

Bündnis 90/Die Grünen arbeitet genau an diesen Zielen. Langerweher Liegenschaften werden zu selbstversorgenden Energiezentralen, Vereine können ihre Energiekosten senken, neue Baugebiete müssen klimaneutral werden.
Und der Wald kann anders genutzt werden. Warum nicht Windenergieanlagen auf vorhandenen Kahlflächen für die Zeit der Aufforstung nutzen? WEA werden für 20-30 Jahre Nutzung eingesetzt. Danach können sie abgebaut werden und der Wald kann weiter wachsen. Langerwehe kann Strom CO2-neutral erzeugen und Einnahmen generieren, die allen Bürger*innen zugutekommen.
Das ist nicht nur ein Beitrag für einen gesunden Wald, sondern ein Beitrag gegen den Krieg. Noch finanzieren wir Russland und seine Rüstung – laßt uns unabhängig werden, klimaneutral und uns aktiv für die Menschenrechte einsetzen!

 

Kreisgeschäftsführerin

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