Stärkung der Klima- und Nachhaltigkeitsziele im Kreis Düren

Gemeinsame Pressemitteilung der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und der CDU:

Zukünftig soll bei allen Neubauten im Kreis auf Klimaschutz geachtet werden. Dies beschloss der Kreistag in seiner Sitzung am 24.06. auf Antrag der CDU- und GRÜNEN-Fraktionen. Für eigene Bauten verpflichtet sich der Kreis direkt, für private Neubauten empfiehlt er den Kommunen verbindliche Regeln.

Außerdem soll der Kreis Modellregion im Projekt “Bildung für Nachhaltige Entwicklung” und Mitglied im Verein “Kommunen für biologische Vielfalt” werden.

Durch die Wachstumsinitiative des Kreises Düren werden zukünftig im Kreis viele Neubaugebiete entwickelt. Im Hinblick auf das gemeinsame Ziel der Klimaneutralität empfiehlt der Kreis den Kommunen ein verbindliches Klimaschutz-Regelwerk für alle Neubaugebiete. Dazu zählt die benötigte elektrische Energie autark zu produzieren, z.B. durch Vorgaben für Photovoltaik-Anlagen. Ebenso sollen Bau- und Dachformen im Sinne der energetischen Einsparmöglichkeiten geregelt werden. Die Wärmeversorgung soll ohne fossile Energieträger auskommen. Ziel ist es, Gebäude nach höchsten baulichen energetischen Standards zu bauen. Als Referenz dafür stehen die KfW-Standards 40 und 55 und die Faktor X-Bauweise. Der Kreis Düren setzt diese Vorgaben bereits bei eigenen Bauten um. Eine kostenlose Beratung für jeden zum klimaneutralen Bauen wird eingerichtet.

Karl Schavier (Fraktionsvorsitzender CDU): „Seit 2018 setzen wir mit unserem erfolgreichen Klimaschutzprogramm Anreize für die Installation von Photovoltaik-Anlagen. Nun ist es an der Zeit, die gesetzten Klimaziele mit unserer Wachstumsinitiative zu verbinden. Wir gehen als Kreis mit Vorbildfunktion voran und machen den Kommunen einen Vorschlag, wie Klimaschutz in Neubaugebieten aussehen kann.“

Gudrun Zentis (Fraktionsvorsitzende B90/Grüne): „Die letzte Zeit hat eindrücklich gezeigt, dass die Klimakrise real ist. Heutige Investitionen in Klimaschutz ersparen nächsten Generationen ein Vielfaches an Klimafolgekosten. Die Erreichung des 1,5°C-Pfads ist unser gesamtgesellschaftliches Ziel.“

Andreas Krischer (Vorsitzender des Ausschusses für Klimaschutz und Mobilität; B90/Grüne) : „Der Kreis und viele Kommunen befinden sich schon auf einem guten Weg. Jeder heutige Neubau hat langfristige Auswirkungen auf unser Klima, deswegen sind Anreize und Regeln für mehr Klimaschutz hier essenziell.“

Ebenso sollen die Kommunen in den Bauleitplänen Aspekte der Biodiversität berücksichtigten. Dazu passend ist der Beitritt des Kreises Düren in das Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt, nachdem bereits kürzlich die Gemeinde Kreuzau als erste Kommune des Kreises in dieses Bündnis eingetreten ist. Der Beitritt in dieses Netzwerk wird helfen, neue Projekte in diesem Bereich zu etablieren.

Weiterhin unterstützen die Fraktionen, dass der Kreis Düren eine von 50 Modellregionen in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ werden soll. Ziel dieses Projektes ist es, Bildung für Nachhaltige Entwicklung systematisch weiterzuentwickeln und auf der lokalen Ebene zu verankern. Die geförderten Bildungsangebote ziehen ökonomische, soziale und ökologische Aspekte ein, um das Bewusstsein für eine moderne Gesellschaft zu verdeutlichen.

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