Rurtalbahn fährt weiter im Rurtal

RB 28 und Nordast der RB 21 werden für weitere vier Jahre von der Rurtalbahn GmbH betrieben. Ab Mitte der 2020er Jahre soll der Dieselbetrieb auf allen Linien im Netz Düren der Vergangenheit angehören.

Der Nahverkehr Rheinland (NVR) wird die Betriebsleistungen der im Raum Düren und Euskirchen fahrenden Linien RB 28 (Eifel-Bördebahn zwischen Düren und Euskirchen) und RB 21 (Nordast der Rurtalbahn zwischen Düren und Linnich) auch in den kommenden Fahrplanjahren von der Rurtalbahn GmbH durchführen lassen. Dies beschloss nun der Vergabeausschuss des Zweckverbandes NVR als Ergebnis von zwei separaten europaweiten Vergabeverfahren.

Vorgesehen ist bei beiden Linien eine Vertragslaufzeit von vier Jahren, also vom 12. Dezember 2021 bis zum 13. Dezember 2025. Bei der RB 21 Nord liegt das ausgeschriebene Leistungsvolumen zwischen Düren und Linnich bei 493.250 Zugkilometern pro Jahr. Dies entspricht einem Anstieg um 5.000 Zugkilometer pro Jahr, da zwei bisherige Leerfahrten in den Fahrplan aufgenommen werden konnten. Zum Einsatz kommen die auch bisher von der Rurtalbahn eingesetzten drei Dieselfahrzeuge vom Typ LINT 54. Diese wurden 2017 gebaut und verfügen über 165 Sitzplätze. Zu Vertragsbeginn Ende dieses Jahres muss die Innenausstattung einheitlich, voll funktionsfähig und unbeeinträchtigt von Gebrauchsspuren sein. Außerdem werden die Fahrzeuge über WLAN verfügen und somit noch einmal zusätzlichen Fahrgastkomfort bieten. Neu ist außerdem, dass die Rurtalbahn zwei Reservefahrzeuge für das Gesamtnetz für den Fall vorhalten muss, dass Fahrzeuge der normalen Flotte ausfallen. Bei den Reservefahrzeugen handelt es sich um Gebrauchtfahrzeuge des Typs Regio Sprinter (RS) 1.

Solche Dieselfahrzeuge des Typs RS 1 werden in den kommenden vier Fahrplanjahren – wie auch schon bisher – auf der Eifel-Bördebahn zwischen Düren und Euskirchen eingesetzt. Ab Dezember 2021 werden zwei dieser ab 2009 gebauten Regio Sprinter 1 mit 70 Sitzplätzen auf der Strecke unterwegs sein. Aufgrund der verbesserten Infrastruktur kann der bisherige Zwei-Stunden-Takt ab dem Fahrplanwechsel zu einem Ein-Stunden-Takt deutlich ausgeweitet werden. Pro Jahr werden dann 342.906 Zugkilometer gefahren. Dies entspricht fast einer Verdoppelung der jährlichen Zugkilometerleistung gegenüber dem Status Quo.

NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek: „Bei den beiden Verkehrsverträgen handelt es sich um Übergangsverträge. Bislang werden die drei Linien im Dürener Netz – RB 21 Süd (Düren – Heimbach), RB 21 Nord und RB 28 – mit Dieselfahrzeugen betrieben. Unser Ziel ist es, dass ab Mitte der 2020er Jahre alle drei Linien mit einem alternativen Antrieb lokal emissionsfrei betrieben werden – einzelne Umläufe nach Möglichkeit sogar schon früher. Dabei steht derzeit das Thema Brennstoffzellen-SPNV mit Wasserstoff im besonderen Fokus.“

Soweit eine Pressemitteilung der Nahverkehr Rheinland GmbH.
Der Grünen – Verkehrspolitiker Georg Schmitz freut sich, dass die Hausstrecken weiter von der Rurtalbahn betrieben werden, da diese dort gute Leistungen und eine extrem hohe Pünktlichkeit erbringt. Außerdem sichert dies Arbeitsplätze und den Kommunen im Kreis Steuereinnahmen. „Wir wünschen der Firma weiterhin ein gutes Händchen“, so Schmitz. „Wir freuen uns auch über die Leistungsausweitungen v.a. auf der Bördebahn, deren Reaktivierung v.a. die Grünen zusammen mit den Bürgerinitiativen gefordert hatten“.

Foto oben: An der Bördebahn (Dank an Fotograf Sebastian Petermann)

Sprecher OV Düren

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