Unser Antrag auf Ausrufung der Klimanotlage wurde abgelehnt!

Nachdem wir 2019 mit dem Antrag auf Ausrufung des Klimanotstands gescheitert waren, haben wir im Ausschuss für Energie und Umwelt der Gemeinde Langerwehe jetzt einen erneuten Antrag eingereicht. Neu formuliert, konkrete Maßnahmen beinhaltend, waren wir guter Hoffnung, dass die anderen Fraktionen, die sich im vergangenen Jahr im Kommunalwahlkampf grüne Themen auf die Fahnen geschrieben hatten, dem folgen würden.

Da haben wir leider umsonst gehofft, der Antrag wurde mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP abgelehnt.

„Nicht nötig, das haben wir 2019 schon mal abgelehnt, seitdem hat sich nichts verändert“, „das sollte verschoben werden“, „das kann man den Menschen in der momentanen Situation nicht zumuten“, so lauteten u.a. die Begründungen.
Wir schauen also weiter untätig zu, wie in unserer Gemeinde die Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher sichtbar werden, der Wald stirbt in katastrophalem Maß, die Artenvielfalt nimmt ab, das Insektensterben zu, die landwirtschaftlichen Erträge sinken aufgrund der andauernden Trockenheit, im Sommer wird das Wasser knapp…
Wir schauen ebenso weiter untätig zu, wie die Gesellschaft sich auch in dieser Hinsicht weiter spaltet in diejenigen, die den Klimawandel für eine „Mode“ halten oder ihn sogar trotz gegenteiliger wissenschaftlicher Erkenntnisse gleich ganz leugnen und in diejenigen, die verstanden haben, worum es geht und von der Politik erwarten, dass endlich gehandelt wird.
Etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, überlassen wir nach dieser Entscheidung also weiter ehrenamtlichen Organisationen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern, statt als Gemeinde ein Vorbild zu sein und mutig voranzugehen. Es ist beschämend.

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