Die Woche im Überblick

Auch unter Corona – Bedingungen findet politische Arbeit statt. Auszugsweise Infos aus der letzten Woche für alle Interessierten zum Thema Mobilität:

Montag: Online- Fraktionssitzung mit Beratung aller aktuellen Themen

Dienstag: Onlineversammlung der Verwaltung mit Ausschussmitgliedern des Ausschusses für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz (MUK) auf meine Einladung hin.  

Im Projekt EMind sind nun die Standorte für neue Ladesäulen im öffentlichen Raum ausgearbeitet worden. Diese wurden vorgestellt. In jedem Stadtteil wird eine Doppelsäule gebaut, viele weitere im alten Stadtgebiet (City und Grüngürtel).

Die Dachmarke zum Thema Mobilität wurde entwickelt und wird demnächst vorgestellt. In 2021 wird die Kampagne zu 1,5 Meter Mindestabstand unter dem Dach dieser Marke Move Me fortgeführt.
Ein E-Scooter – Betreiber hat bei der Stadt Düren angefragt. Die Fraktionen müssen sich nun über die Vor – und Nachteile von Scootern eine Meinung bilden und dann entscheiden, ob man städtische Flächen für diese Sondernutzung zur Verfügung stellen will. Die Argumente findet man u.a. hier (UBA) und hier (Agora)
In Aachen wird die Kritik lauter.
Leibzig hat sich besonders stark gewehrt: Zitat: Aus den Erfahrungen in anderen Städten habe sich nämlich gezeigt, „dass ein unreglementiertes Anbieten von E-Scootern zu erheblichen Beeinträchtigungen des öffentlichen Straßenraumes führt“, so das Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt. Immerhin dürfen E-Scooter im Gehwegbereich abgestellt werden. Und dies führe dazu, dass „ohne Regel und Kontrolle die E-Scooter ‚wild‘ im öffentlichen Straßenraum nach Belieben ohne Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer abgestellt würden und in zahlreichen Fällen andere Verkehrsteilnehmer im Gehwegbereich“ behindert würden – so das Bild der Stadt zu dem elektrischen Tretroller.

Dann wurde u.a. erläutert, wie es beim Radvorrangroutenkonzept weiter geht. Bis Monatsende läuft die Online -Bürgerbeteiligung. Bisher gab es rund 1000 Rückmeldungen. Dann wird das beauftragte Büro in enger Abstimmung mit der Verwaltung den ersten Entwurf überarbeiten und sich vor Ort die Situationen in zahlreichen Befahrungen ansehen. Im Frühjahr wird das Konzept im Mobilitätsforum weiter beraten. Die fehlende Verbindung zwischen Hoven und Echtz wird dabei mit aufgenommen.

Es wird am 1000 Bügel-Programm für dezentrale Abstellplätze gearbeitet. Die Online- Bürgerbeteiligung dazu soll zunächst 6 Monate den Sommer dieses Jahrs laufen. Ab Jahresende erfolgt dann die Umsetzung der ersten Maßnahmen. Die fehlenden Abstellmöglichkeiten an der Südseite des Bahnhofs werden in dieses Projekt integriert. Der Antrag der AmpelPlus dazu war zwar beraten worden und es gab eine Zusage der Verwaltung, aber keinen Beschluss. Dadurch ist das Thema beim zuständigen Amt etwas aus dem Blick geraten.

Zwei größere Abstellanlagen entstehen dieses Jahr an Schloß Burgau und am Haus der Stadt. Am Haus der Stadt gibt es eine überdachte Anlage wie am Wirteltorplatz. Diese kommt an die Stelle, wo heute die Felgenkiller sind. Weitere Bügel kommen vor das Multikulti und auf die Nordseite des Gebäudes, am Eingang für zum Archiv und für das Personal.

Felgenkiller am Haus der Stadt

Bei Schloß Burgau hat der Denkmalschutz eine Überdachung abgelehnt. Derzeit werden dort nur Bügel geplant. Dies sollte nochmals besprochen werden, denn der schäbige Müllsammelplatz wird akzeptiert, eine nötige Abstellanlage aber nicht? Das ist unverständlich. Veranstaltungen auf Schloß Burgau dauern oft länger und man trägt besondere Kleidung. Deshalb machte eine Überdachung der Ständer Sinn.

Eine gute Anregung war auch, dass bei beiden Kultureinrichtungen Schließfächer mit eingeplant werden sollten. Um Missbrauch wie am Wirteltorplatz zu verhindern, könnte man diese mit einer App steuern. Die Anbieter von Abstellanlagen haben sowas im Programm. Dabei sollte man wenn möglich die App nutzen, die auch für die neuen Mobilitätsstationen im Kreis Düren verwendet wird.

Im Gewerbegebiet „Im großen Tal“ werden demnächst die Markierungen erneuert und dabei Schutzstreifen angebracht. Mögliche Alternativen wurden auch geprüft, aber da die zahlreichen Bordsteinkanten und Parkbuchten nicht komplett umgebaut werden können, erscheint das Schutzstreifenkonzept stimmig. Die Parkbuchen werden oft von Fahrzeugen genutzt, die breiter sind, als die heutige Bucht. Die Fahrbahn ist dort sehr breit. Deshalb wird die Parkbucht auf ein realistisches Maß verbreitert. Dann kommt ein 50 cm Sicherheitstrennstreifen und dann ein 1,50 M Schutzstreifen -jeweils beidseitig. Die dann noch verbleibende Fahrbahnbreite ist immer noch großzügig. Der Grünstreifen durch das Gebiet wird betont und Querungsstellen dort werden besser gesichert. An den zahlreichen Grundstückszufahrten wird die bewährte Rotmarkierung aufgebracht.  Insgesamt kommen 2,5 km neue Schutzstreifen!

Vom großen Kreisel her muss es eine Absenkung (Überleitung) auf die Fahrbahn der Willi-Bleicher-Straße geben!  

Eine neue moderne Stellplatzsatzung wird von einer Arbeitsgruppe aus Verwaltung und Politik in möglichst 18Monaten erarbeitet.

Donnerstag:

Onlineaustausch mit der Bürgerinitiative Pro Rad zum Thema Radverkehr Richtung Merzenich und Nörvenich sowie das Gewerbegebiet Rossfeld. Die alte Planung der B56n hat da große Probleme gemacht. Nun muss sichergestellt werden, dass Radverkehr zumindest bei der Planung des Gewerbegebietes berücksichtigt wird.  Pro Rad machte den Vorschlag, den Radverkehr über die Girbelsrather Straße bis an die Bahnlinie zu führen und dann auf einem neuen Weg parallel der Bördebahn bis an die Kreuzung an der Kölner Landstraße. Dies ist zu begrüßen, denn die Straße im Rossfeld ist als Radroute bei zunehmendem Verkehr nicht geeignet. Außerdem wird eine konfliktfreie Führung über die neue Kreuzung gefordert. Heute haben abbiegende KFZ und Fuß/Radverkehr gleichzeitig grün – obwohl es da schon heute eine sog. Bettelampel gibt. Da eine alte Radroute durch die neue Straße getrennt wurde, ist es umso wichtiger, eine sichere Führung über die Kreuzung zu schaffen.  

Freitag und Samstag:
Beratungen in kleineren Kreisen über Optimierung der Projektsteuerung und Datenablage der Fraktion

Fundsache: DUH verschickt formale Anträge für kurzfristige Umwidmung von Straßenflächen in Rad- und Fußwege sowie Tempo 30
–  Anträge gehen im ersten Schritt an Städte mit hoher Luftbelastung und Klimanotstandsstädte (darunter auch Düren!)
–  Bürgerinnen und Bürger können unter www.duh.de/pop-up-radwege-jetzt weitere Städte und Kommunen nennen, in denen die DUH Pop-up-Radwege beantragen soll 

Ganz nebenbei….waren Bürgeranfragen zu bearbeiten und Feststellungen weiterzuleiten, u.a. zu sehr starkem Schnitt in Parkanlagen und wildem Müll.

Park Mariaweiler
Grade schon aufgeräumt – schon steht wieder neuer Sperrmüll am Bahnhof

Sprecher OV Düren

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