Grüne geben Wahlempfehlung für Frank Peter Ullrich

Nach der Kommunalwahl am 13.9.20, bei der die Grünen mit einem hervorragenden Ergebnis abgeschnitten haben, wird es am 27.9.20 zur Stichwahl zwischen Frank Peter Ullrich (SPD) und Thomas Floßdorf (CDU) kommen.

Verena Schloemer, Fraktionssprecherin der Grünen und Ortsverbandssprecher Georg Schmitz sind überzeugt:
„Das Wahlergebnis zeigt deutlich, dass die rot-grün geführte Koalition gute Arbeit geleistet hat, die es jetzt fortzusetzen gilt. Wir haben uns unmissverständlich auf eine weitere Zusammenarbeit von SPD und Grünen verständigt. Dies ist auch ausdrücklicher Wunsch des Bürgermeisterkandidaten Ullrich. Ein Bürgermeister Floßdorf ist für uns weiterhin nicht akzeptabel, daher geht es jetzt um ein deutliches Wahlergebnis für Ullrich. Wir Grünen rufen daher die Wähler*innen auf, zur Stichwahl Frank Peter Ullrich zu wählen. Diese Wahl ist noch einmal sehr wichtig!“

Wie funktioniert Stichwahl? Link zu den FAQ rund um die Stichwahl!

Beitragsbild: Wir bauen am Bündnis – für eine gute Zukunft Dürens.

Hinweis: Manche Entscheidungen müssen sehr schnell fallen und lassen keine Beratungen in einer Mitgliederversammlung zu. Aber wir werden Euch Mitglieder im Laufe des Jahres noch zu Mitgliederversammlungen einladen, um die weitere Vorgehensweise intensiv zu beraten.

Hier der Text aus der Zeitung vom 18.9.:

Rot-Grün auf der Suche nach stabiler MehrheitFortsetzung der „Ampel“ offen. BfD als Alternative zur FDP. Belka-Unterstützer geben Wahlempfehlung für Frank Peter Ullrich.
VON JÖRG ABELS
Mit 24 Sitzen sind SPD und Grüne als Sieger aus der Kommunalwahl in Düren hervorgegangen. Ihnen fehlen nur noch zwei Stimmen zur absoluten Mehrheit im auf 52 Sitze angewachsenen Stadtrat, vorausgesetzt: SPD-Kandidat Frank Peter Ullrich setzt sich in der Bürgermeister-Stichwahl gegen CDU-Politiker Thomas Floßdorf durch. Der Unterstützung der Grünen kann sich Ullrich sicher sein. Sie geben eine Wahlempfehlung für den 50-Jährigen ab, nachdem ihre eigene Kandidatin, die parteilose Maria Belka, die Stichwahl verpasst hatte.
„Wir sind überzeugt, mit Frank Peter Ullrich gut zusammenarbeiten zu können“, betont Grünen-Ortsverbandssprecher Georg Schmitz, auch wenn das vor einem Dreivierteljahr noch anders aussah. Damals konnten sich die Grünen nicht durchringen, den SPD-Vorsitzenden zu unterstützen und schrieben eine eigene Kandidatur aus. „Wir wollen jetzt aber nicht mehr zurück-, sondern in die Zukunft schauen“, verteidigte Schmitz den Sinneswandel, zumal die Grünen wie auch SPD und Linke schon vor der Wahl klargestellt hatten, aufgrund des fünf Jahre alten Strafbefehls gegen Thomas Floßdorf, nicht mit der CDU zusammenarbeiten zu wollen.

„Ich freue mich, dass wir als rot-grünes Lager gestärkt worden sind“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Nietan. Sie ist überzeugt, dass eine weitere Zusammenarbeit auch nicht am großen Knackpunkt Nordumgehung scheitern wird.Mehrere AlternativenDie SPD will die B399n zur Erschließung der Industriebrache an der Zuckerfabrik und zur Entlastung der Orte Mariaweiler und Derichsweiler, die Grünen lehnen sie ab. „Das werden sicherlich keine einfachen Gespräche“, weiß auch Schmitz, der sich aber trotzdem vorstellen kann, mit der SPD zu einem tragfähigen Kompromiss zu gelangen, zumal die Planung der B399 ohnehin komplett neu aufgerollt werden müsse.
Entscheidende Frage wird sein: Wen versucht Rot-Grün mit ins Boot zu nehmen? Auf eine Fortsetzung der „Ampel“-Koalition will sich Nietan nicht festlegen. Mit dem Spitzenmann der Bürger für Düren (BfD), dem Ex-SPD-Fraktionsvize Frank Heinrichs, hat Nietan in der zu Ende gehenden Wahlperiode gut zusammengearbeitet. „Das heißt aber nicht, dass wir nicht auch mit der FDP reden werden“, betont sie. „Es ist aber gut, dass wir eine Alternative haben.“
Auf keinen Fall will sie die Zusammenarbeit mit der FDP davon abhängig machen, dass deren Fraktionschef Hubert Cremer wieder den Vorsitz im Steuerausschuss erhält. Die Zeichen stehen vielmehr auf Abschaffung des umstrittenen Gremiums. Nietan: „Ich bin der Meinung, dass die Entscheidung über die Bestückung der Annakirmes wieder stärker der Verwaltung überlassen werden sollte.“Aber selbst ohne FDP oder BfD könnte sich Rot-Grün theoretisch eine Mehrheit sichern: Mit dem vom Wähler zum Einzelkämpfer degradierten Linken Valentin Veithen und Einzelratsmitglied Dieter Harf, einem weiteren Ex-Genossen, der im Grüngürtel das Direktmandat geholt hat. „Wir werden mit allen Gespräche führen“, kündigten Nietan und Schmitz an, dies aber wohl erst nach der Bürgermeister-Stichwahl, die bis zum 27. September Priorität hat.



Sprecher OV Düren

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