Stellungnahme zum Text der CDU Langerwehe auf ihrer Facebookseite am 05.03.2020

Als Fraktion Bündnis 90/Die Grünen möchten wir die Behauptung, wir hätten gefordert, „die LKWs über die K27 durch Pier zu lotsen“, als vollkommen unwahr und sehr entschieden zurückweisen und ersuchen die Fraktion der CDU, dies auf ihrer Facebookseite asap richtig zu stellen.
Im Detail:
Unter TOP 4 wurde am 04.03.2020 im Ausschuss für Kultur, Umwelt und Naherholung das Thema effiziente und stadtverträgliche Lkw-Navigation für das Rheinland und NRW beraten. Die gesamte Vorlage ist hier nachzulesen:  https://sdnetrim.kdvz-frechen.de/rim4260/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZXSf6gPSuw07ciV0u0Mr1S9S-B7DFZW-yGeJOrCOhWXv/Beschlussvorlage_VL-17-2020.pdf
Unter anderem wurde darin folgende LKW-Vorrangroute vorgeschlagen: Um die Ortsteile Merode, Schlich und D’horn zu erreichen, ist die B264 bis zur Einmündung der D‘ horner Straße (K45) zu nutzen.
Zunächst einmal ist festzuhalten, dass sich die Fraktionen bei allen anderen vorgeschlagenen Vorrangrouten einig waren. Allein bei der genannten Route über die D‘ horner Straße hatte die Fraktion der Grünen Bedenken. Barbara Andrä, stellv. Fraktionsvorsitzende der Grünen nahm dazu wie folgt Stellung:
„Die D‘ horner Straße wurde erst vor kurzem verkehrsberuhigt, wodurch sie in einigen Abschnitten einspurig ist. In unseren Augen macht es deshalb keinen Sinn, nun LKWs bevorzugt durch diese Straße leiten zu wollen. Das notwendige Abbremsen, Warten, wieder Anfahren würde zu zusätzlichen Belastungen für die Anwohner führen. Hinzu kommt die enge und schlecht einsehbare Unterführung der Bahn. Hier kommt es bereits jetzt zu gefährlichen Situationen, die durch LKWs nur noch verstärkt würden. Die Einfahrt in die D‘ horner Straße von der K27 aus verursacht zusätzlich Gefahrensituationen. Die Einfahrt ist hier so eng, dass ein LKW gezwungen ist, über die Gegenfahrbahn in großem Bogen in die D`horner Straße einzubiegen. All diese Gründe sprechen in unseren Augen gegen den genannten Vorschlag. Zudem sind wir sicher, dass ein ortsunkundiger LKW-Fahrer vielleicht einmal der Route folgen und durch die D`horner Straße fahren würde. Das würde er aber sicher kein zweites Mal tun.“
Daraufhin entstand eine gute, sachliche Diskussion, in der es um die Abwägung der Vor- und Nachteile und mögliche Alternativen ging. Aus dieser Diskussion heraus schlug die CDU-Fraktion vor, zunächst mit dem Thema an die Nachbarkommunen heranzutreten und zu klären, welche Vorschläge sie erarbeitet hätten. So wurde beispielsweise darüber diskutiert, dass es viel sinnvoller wäre, den LKW-Verkehr bevorzugt über die Bundesstraße zu leiten. Darüber müsste natürlich mit der Stadt Düren gesprochen werden. Diesem vernünftigen Vorschlag schlossen wir uns als Bündnis90/Die Grünen gerne an. Frau Andräs Vorschlag, das Thema dann im Bau- und Planungsausschuss am 18.03.2020 erneut vorzulegen, wurde ebenfalls sofort von allen Fraktionen angenommen. Eigentlich wäre das ein gutes Beispiel für eine gute, faire Zusammenarbeit aller Fraktionen im Ausschuss gewesen, wäre nicht der unsachliche Artikel mit unwahren Kommentaren zum Ablauf der Sitzung auf der Facebookseite der CDU Gemeinde Langerwehe erschienen.

Kreisgeschäftsführerin

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