Unsere Anträge 2. HJ 2019

Auch im 2. Halbjahr 2019 waren WIR wieder fleißig dabei unsere umweltpolitischen Themen in den Gemeinderat einzubringen. Hier ein kleiner Auszug aus unseren Anträgen.

Antrag Bau- und Umweltausschuss 13.06.2019 bzw. Gemeinderat 11.07.2019

Mitte Mai mit Anstieg der Temperaturen ist für jeden erkennbar, wie intensiv das Grünland in der Gemeinde genutzt wird. Nahezu jede Grünfläche, welche landwirtschaftlich genutzt wird, ist innerhalb von drei bis vier Tagen für den ersten Silo Schnitt genutzt worden. Von Bergstein bis Raffelsbrand und Strass sind alle Wiesen auf Streichholzhöhe gekürzt worden. Dazu kommt das direkt im Anschluss die meisten Wiesen mit Gülle gedüngt wurden.

Typische Ansicht Bild 1

Da sich Wiesenränder nicht wehren können, werden diese gleich mit gekürzt.
Für Insekten und bodenbrütende Vögel ist dies ein Desaster und zeigt, welchen Stellenwert Ökologie und Artenvielfalt in unserer Gemeinde hat!
Dazu kommt nun, dass Mitarbeiter des Bauhofs beginnen die gemeindeeigenen Grünflächen zu „pflegen“! So ist Mitte Mai die gesamte Umgebung des Sportplatzes in Bergstein „schön“ gemacht worden.
Der Rückschnitt wurde rundum bis in die Hecken Steillagen vorgenommen. Wir betrachten dieses „schön machen“ als völlig übertrieben, ökologisch nachteilig und eine Förderung des Artensterbens!

Typische Ansicht Bild 12

Antrag 1

Die Grüne Fraktion beantragt die Anlegung von Blühstreifen bzw. Blühflächen auf kommunalen Grünflächen.
Die Möglichkeit zur Anlegung von Blühflächen und Blühstreifen sollte auf folgenden Flächen erfolgen:
– auf Kreisverkehren, an Straßenrändern und Straßenbanketten,
– an Fahrradwegen und in Ortseingangsbereichen,
– auf ökologischen Ausgleichsflächen und Ackerrändern, sowie auf sonstigen ungenutzten öffentlichen Grünflächen.

Durch folgende Maßnahmen kann eine Insekten freundliche Gestaltung und Vernetzung der ökologischen Ausgleichsflächen erfolgen:
Schaffung von Nistmöglichkeiten durch die Belassung von Totholz, Einsaat einheimischer Wildblumen (Blumenwiesen), Kräuter, Büsche und Bäume, die den Tieren als Nahrungsquelle dienen, maßvolles und zeitlich versetztes Mähen, immer nur max. die halbe Fläche am Ende der Vegetationsperiode.

Antrag 2

Schotterflächen und vollflächige Pflasterung

Die Gemeinde erlässt Vorschriften in neu auszuweisenden Bebauungsgebieten, die darauf abzielen, die immer beliebter werdenden Schotterflächen und Pflasterung der gesamten Grundstücksfläche einzuschränken. Anzustreben ist, dass nicht als Parkfläche ausgewiesene Flächen nicht versiegelt und nicht geschottert werden und damit als Grünflächen erhalten werden.

Antrag 3

Blumenwiesen und Blühstreifen in privaten Gärten

Die Gemeinde setzt sich ein, in bereits bestehenden Gärten, einen Teil der Fläche in Blühstreifen bzw, Blühwiesen umzuwandeln. Auch hier gilt es eine  Insektenfreundliche Gestaltung zu schaffen, durch Schaffung von Nistmöglichkeiten durch die Belassung von Totholz, Einsaat einheimischer Wildblumen (Blumenwiesen), Kräuter, Büsche und Bäume, die den Tieren als Nahrungsquelle dienen, maßvolles und zeitlich versetztes Mähen, immer nur maximal die halbe Fläche am Ende der Vegetationsperiode.

Beispiele Schotter- und Pflastervorgärten

Anträge Gemeinderatsitzung am 24.09. 2019

Antrag  1

Um die gesetzten Klimaziele zu erreichen setzen Politik und Autoindustrie auf drastische Reduzierung des CO2 Wertes. Unter anderem auf die Umstellung auf E-Autos. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn die entsprechende Infrastruktur, sprich öffentlich zugängliche Ladestationen vorhanden sind.
Wir sehen hier auch die Gemeinden in der Pflicht, für eine verbesserte Infrastruktur zu sorgen und so einen Beitrag zur Verminderung des CO2 Ausstoßes zu leisten. Die Gemeinde Hürtgenwald ist eine der wenigen Gemeinden des Kreises Düren, die keine einzige öffentlich zugängliche Ladestation zur Verfügung hat.
Wir beantragen die Errichtung von öffentlichen Ladestationen für E-Autos in der Gemeinde Hürtgenwald. Als Standorte würden sich u. E. Standorte in der Nähe von Einkaufscentren und Rathaus in der Gemeinde anbieten.

Antrag   2

Es wird höchste Zeit, dass auch die Gemeinde Hürtgenwald geeigneten Maßnahmen gegen den Klimawandel als ihre Aufgabe anerkennt und ihr höchste Priorität einräumt. So wie viele Städte, der Kreis Düren und Gemeinden des Kreises Düren dies schon erklärt haben.
Wir beantragen für die Gemeinde den „Klimanotstand“ zu erklären und damit die Verpflichtung alles Mögliche zu tun um die Folgen des Klimawandels einzudämmen.

Möglich Maßnahmen:

Priorität auf Schonung der natürlichen Ressourcen und Nachhaltigkeit bei der Bauleitplanung.

Überprüfung von anstehenden Anträgen und Entscheidungen in Bezug auf ihre klimatischen Auswirkungen.

Beachtung des Umwelt- und Artenschutzes.

Erstellung eines Klimakonzeptes

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