Trend zu parteilosen Bürgermeistern

88 von 360 Kommunen haben Oberhäupter ohne Parteibuch – Tendenz steigend. DPA und Dürener Nachrichten berichten heute dies: Die Zahl der parteilosen Bürgermeister hat in den vergangenen Jahren in den NRW-Städten stetig zugenommen. Von den 360 NRW-Kommunen haben aktuell 88 parteilose Stadtoberhäupter. Vor 20 Jahren waren es erst 50 parteilose Bürgermeister, vor zehn Jahren 61, wie der Städte- und Gemeindebund NRW auf Anfrage mitteilte. Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen im September kommenden Jahres sagte Geschäftsführer Bernd Jürgen Schneider: „Wir rechnen damit, dass es nach der Kommunalwahl einen Zuwachs an parteilosen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in NRW geben wird. Einen solchen Trend beobachten wir schon seit langem.“

Der Verband sieht dafür verschiedene Gründe: Kommunale Wahlen seien „Persönlichkeitswahlen“, bei denen das Gespräch auf dem Marktplatz im Zweifel ausschlaggebender sei als die Parteizugehörigkeit. „Parteigebundene Bürgermeisterkandidaten werden dann mit der Bundespolitik in einen Sack gesteckt. Für die freien Bewerber ist das ein Vorteil“, sagte Schneider. Zudem schwinde die Bindung der Bürger zu den klassischen Parteien. „Die kommunale Ebene bietet beste Voraussetzungen, der Demokratie neues Leben und frische Ideen einzuhauchen.“

Da passt es ja ganz gut, dass die Grünen Düren in einer Ausschreibung genau so eine Person suchen. Und auch in Hürtgenwald wird ein/e Kandidat/in gesucht. Bild: Pressetermin in Düren

Sprecher OV Düren

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