Reaktivierung Bördebahn

Dieses Bild stammt aus 2005 und zeigt eine der zahlreichen Sonderfahrten, die wir Grüne auf der Bördebahn in den letzten Jahren organisiert haben, damit die Strecke nicht in Vergessenheit geriet. Wir freuen uns nun sehr, dass unsere langjährigen Bemühungen um die Strecke Düren – Euskirchen dazu führten, dass erstmals seit Jahren am 16.12.2019 wieder werktags ein planmäßiger Personenzug fuhr.

Am 6. Oktober 1864 wurde die Bördebahn Düren – Euskirchen eingeweiht. Der fahrplanmäßige Reisezugverkehr der Deutschen Bundesbahn wurde am 27. Mai 1983 mit dem Nahverkehrszug 7844 Euskirchen – Düren eingestellt. Schon bald danach engagierten sich Menschen für eine Reaktivierung – und immer vorne dabei waren Grüne aus dem Kreis Düren.

Zur Geschichte der Bördebahn

Im Jahr 2004 wurde die Strecke aus dem „Dornröschenschlaf“ erweckt.

Und nun fährt die Bahn nun auch werktags!

Unser besonderer Dank geht an Hansbert Schruff (Bild rechts), der nicht nur bei den Grünen, sondern ganz besonders in der IG Rurtalbahn als langjähriger Vorsitzender einen maßgeblichen Anteil daran hat. Ohne die lange hartnäckige Arbeit der IG Rurtalbahn wären wir heute nicht da, wo wir sind. Danke! Mit auf dem Bild: Der Vorsitzende des Grünen – OV Düren und Verkehrspolitiker der Kreistagsfraktion, Georg Schmitz.

Nachfolgend noch ein aktuelles Bild von der Bördebahn, mit Dank an Sebastian Petermann, der als langjähriger Aktiver auch sehr viel zur Reaktivierung beigetragen hat und der immer wieder tolle Fotos liefert.

In einer Pressemitteilung von Rurtalbahn und Nahverkehr Rheinland (NVR) stehen die wichtigsten Infos:

Köln, 17. Dezember 2019. Auf der rund 30 Kilometer langen Strecke der Regionalbahn 28 („Eifel-Bördebahn“) fahren ab dem gestrigen Montag auch an den Werktagen wieder Züge. Die Rurtalbahn hat zum großen Fahrplanwechsel wie vorgesehen den „Vorlaufbetrieb“ aufgenommen, sodass die Züge nicht mehr nur an den Wochenenden und den Feiertagen fahren. Zwischen Euskirchen und Düren werden sechs Zugpaare eingesetzt. Dadurch kann an den Werktagen zwischen 6 und 20 Uhr mit einer morgendlichen Unterbrechung ein Zwei-Stunden-Takt angeboten werden.

Zum offiziellen Startschuss trafen sich die beiden Landräte Wolfgang Spelthahn (Düren) und Günter Rosenke (Euskirchen) mit Dr. Norbert Reinkober vom Nahverkehr Rheinland (NVR) und Vertretern der Rurtalbahn, der Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren und des Aachener Verkehrsverbundes zur Eröffnungsfahrt. An der Strecke gibt es derzeit acht Haltestellen.

In den vergangenen Monaten wurde auf der Strecke fleißig gebaut. Unter anderem wurde der Gleiskörper auf einer Länge von 6,5 Kilometern ertüchtigt. Zudem mussten acht Straßenkreuzungen gesichert und eine signalgeführte Einfahrt in den Bahnhof Düren eingerichtet werden. Erneuert wurden die Bahnsteige in Binsfeld, Rommelsheim und Jakobwüllesheim. 

Weitere Baumaßnahmen an der Strecke notwendig
Damit sind die Arbeiten jedoch noch nicht abgeschlossen: Der Bahnsteig in Vettweiß wird im Jahr 2020 erneuert, in Elsig wird ein neuer Haltepunkt errichtet. Die Gesamtsumme der Investitionen beläuft sich auf etwa 15,5 Millionen Euro, das Gros davon übernimmt der Nahverkehr Rheinland. „Wir fördern den Ausbau der Bördebahn mit insgesamt knapp zehn Millionen Euro und freuen uns für die Fahrgäste, dass es nun endlich an den Werktagen losgehen kann“, so NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober. 

Der Euskirchener Landrat Günter Rosenke: „Ich freue mich, dass diese bisher fehlende Verbindung im Eisenbahnnetz unserer Heimat pünktlich zum Fahrplanwechsel ihren Betrieb aufgenommen hat. Sie ist gerade im Hinblick auf den zu erwartenden Anstieg der Bevölkerung in unserer Region eine sinnvolle und wichtige Ergänzung.“ 

Auch Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn ist sicher, dass die neue Verbindung ein voller Erfolg werden wird: „Jetzt können die Fahrgäste die Bördebahn nicht nur an den Wochenenden und Feiertagen für ihre Freizeitaktivitäten nutzen. In Zukunft wird sie vielmehr auch den Berufspendlern eine Alternative zur Fahrt mit dem Auto bieten.“

Die vor 155 Jahren in Betrieb genommene Bördebahn ist gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt worden. Ernsthafte Reaktivierungspläne für die Strecke zwischen Euskirchen und Düren gab es seit 2002. Neben der Nutzung für den Güterverkehr wurden auch bald wieder Personenzüge eingesetzt, zunächst mit großer ehrenamtlicher Unterstützung. Seit der Landesgartenschau in Zülpich im Jahr 2014 fahren diese Züge an den Wochenenden und an Feiertagen planmäßig.

„Der nächste – und letzte – Schritt nach dem Vorlaufbetrieb ist der Vollausbau der Strecke“, so Herbert Häner, Geschäftsführer der Rurtalbahn. „Wir setzen alles daran, das Ziel der Einführung eines Stundentakts bei der RB 28 so schnell wie möglich zu erreichen.“ Wann dies erfolgen wird, kann derzeit noch nicht sicher gesagt werden. Dies ist abhängig von der Dauer der weiteren notwendigen Arbeiten zum Ausbau der Infrastruktur, dem zukünftig eingesetzten Fahrzeug und den weiteren angedachten Haltestellen in Distelrath, Ülpenich, Dürscheven und Euskirchen-West. Angestrebt wird die Senkung der momentan noch bei gut 50 Minuten liegenden Fahrtdauer auf ca. 35 Minuten und die Herstellung guter Anschlüsse in den Knoten Euskirchen und Düren.