Daniel Freund – Europakandidat für die Region

Liebe Freundinnen und Freunde,

Die Europäische Union steht wie nie zuvor unter Druck: von außen durch Putin und Trump, von innen durch Populisten und Europafeinde. In Deutschland hat die große Koalition auch 10 Jahre nach Beginn der Finanzkrise keine sichtbare Initiative, die EU zu reformieren. So geht Europa zugrunde. Dabei brauchen wir die EU heute mehr denn je: für Frieden, Freiheit und Wohlstand. Der Rückzug in die Kleinstaaterei ist keine Option. Denn die großen Probleme unserer Zeit lassen sich nur gemeinsam lösen. Ob Klimakatastrophe, Konzerne, die keine Steuern zahlen, grenzüberschreitende Korruption – all dies können wir nur gemeinsam angehen. Dafür brauchen wir eine starke und handlungsfähige Europäische Union.

Ich selbst hatte das Glück in einem Europa ohne Grenzen aufgewachsen: bin erst eine Zeit in Belgien in den Kindergarten gegangen, habe in Frankreich studiert und im Erasmus-Studium meine italienische Frau kennengelernt. Ich kenne und lebe die Vorteile der europäischen Union jeden Tag. Für dieses Europa kämpfe ich!

Gerade in Zeiten in denen Populisten, Europafeinde und Nationalisten auf dem Vormarsch sind will ich klare Kante Zeigen. Klare Kante gegen Hass, gegen Diskriminierung, gegen Kleinstaaterei, gegen Nazis.

Mein persönliches Herzensthema ist der Kampf für mehr Transparenz, für mehr Demokratie und gegen Korruption. Korruption ist ein riesiges Problem in der Europäischen Union und kostet uns über 1,000 Milliarden Euro – jedes Jahr.

Ich will, dass die EU dieses Problem endlich entschieden angeht.

Bei meiner Arbeit für die Anti-Korruptions Organisation Transparency International habe ich selbst gesehen, wie oft Korruption und unlautere Einflussnahme unseren grünen Zielen im Weg stehen: ob beim Dieselskandal oder der Genehmigung von Glyphosat.

Ich kämpfe dafür, dass wir deutlich mehr Mittel für die europäische Verbrechens- und Korruptionsbekämpfung zur Verfügung stellen – denn europäisches Verbrechen können wir auch nur europäisch bekämpfen. Ich kämpfe dafür, dass wir keine EU Gelder mehr an korrupte Regierungen auszahlen. Und dafür, dass wir diejenigen die Korruption und Unrecht aufdecken schützen – ob als investigative Journalisten oder Hinweisgeber.

Die EU kann unser bestes Werkzeug sein im Kampf gegen Korruption, Geldwäsche und Steuerflucht. Aber man muss es auch richtig einsetzen. Und genau dafür kandidiere ich bei der Europawahl für die Grünen.

Gesetze die in Brüssel und Straßburg gemacht werden haben heute ganz erheblichen Einfluss auf das Leben der Menschen in ganz Europa. Deswegen ist die Europawahl so entscheidend auch für die Bürgerinnen und Bürger hier bei uns in der Region. Denn wir bestimmen, welche politischen Mehrheit die nächsten fünf Jahre entscheiden. Bekommen wir ein ökologischeres, sozialeres, demokratischeres und transparenteres Europa?

Gerade für unsere Region sind die Entscheidungen auf europäischer Ebene ganz besonders relevant. Wir sind eine Grenzregion, profitieren ganz erheblich vom Handel mit unseren europäischen Nachbarn. Laut einer Studie ist keine Region in Deutschland zum Beispiel so stark vom Brexit betroffen wie unsere.

Das rheinische Braunkohlerevier steht dabei auch symbolisch wie keine andere für die Energiewende. Wir sind mit der Kohle groß geworden. Kennen aber auch die Konflikte – um Dörfer die weggebaggert werden und die Proteste am Hambacher Wald. Gleichzeitig zeigen wir wo es in Zukunft hingehen muss. In Aachen werden eGo und Streetscooter gebaut. In Jülich findet weltweit führende Forschung zu Erneuerbaren Energien statt. Wir sehen welche Chancen in Forschung, Entwicklung und Produktion von neuen Technologien für gute und zukunftssichere Arbeit bei uns in der Region stecken.

Europa kann Einiges lernen von unserer Region. Denn wir müssen die EU noch besser dafür nutzen die Energiewende zu meistern und endlich in ganz Europa aus Kohle und Atom auszusteigen – hin zu 100% Erneuerbaren! So dass in Zukunft alle ihre Kohle ohne Kohle verdienen. Und wir in den nächsten fünf Jahren die Weichen stellen für effektiven Klimaschutz in der Europäischen Union.

Dafür kämpfe ich und kandidiere am 26.5. bei der Europawahl für die Grünen.

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Mein Name ist Daniel Freund. 34 Jahre alt, aus Aachen. Ich habe in Leipzig, Washington und Paris Politik, Wirtschaft und Jura studiert. Berufliche Erfahrungen habe ich bei Deloitte, im Auswärtigen Amt, in der französischen Verwaltungshochschule ENA und in den EU Institutionen gesammelt. Seit 2014 leite ich die Arbeit von Transparency International zur Korruptionsbekämpfung in den EU Institutionen.

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