Anfrage zu Baumfällungen durch RWE

Wir haben beim Kreis Düren folgende Anfrage gestellt: ……die Medien berichten am 17.5. über Baumfällungen in der Schutzzeit:
RWE fällt Bäume im Hambacher Forst

Tagebaubetreiber RWE hat im Hambacher Forst nahe der L257 eigenen Angaben zufolge „50 bis 60 Bäume“ gefällt. Es habe sich im Wesentlichen um von Käfern befallene Kiefern gehandelt, von denen bereits drei unkontrolliert umgestürzt seien. Nach Begutachtung eines Försters habe die Untere Naturschutzbehörde der Fällung zugestimmt. RWE hat als Waldeigentümer eine sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Beim Fällen seien neben Kiefern wenige Eichen und vertrocknete Birken gefällt worden. Ein Augenzeuge will 73 gefällte Bäume gezählt haben. Die Waldarbeiten hatten einigen Aufruhr im Kreis von Waldbesetzern und ihren Unterstützern verursacht.
Eigene Beobachtungen bestätigen den Sachverhalt. Wir fragen deshalb:

  1. Welche Fällungen wurden genau von RWE beantragt.
  2. Welche Fällungen wurden vom Kreis Düren trotz Vogelschutzzeit mit welcher Begründung genehmigt.
  3. Wie passt es zusammen, dass die erste Reihe Bäume an der Straße stehen geblieben sind, die hintere Reihe aber gefällt wurde, obwohl diese aus unserer Sicht beim befürchteten Umstürzen gar nicht die Straße erreicht hätten.
  4. Liegen aktuell weitere Fällanträge von RWE rund um den Tagebau Hambach vor oder sind Planungen für Fällungen bekannt?
    Falls ja, welche Erkenntnisse hat der Kreis dazu?

Eine ähnliche Anfrage zum gleichen Thema hat die Landtagsfraktion auch im Landtag gestellt.
Wir Grüne fordern RWE auf, sämtliche Baumfällungen in der Schutzzeit zu unterlassen und für alle event. nötigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr in Zukunft größtmögliche Transparenz zu gewähren.

Sprecher OV Düren

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