Schließung der Gemeindebücherei in Langerwehe

Nun ist es endgültig: Langerwehe hat keine Gemeindebücherei mehr. Ursprung dieser Schließung war die Vorstellung der CDU-Fraktion, man könne bei Schließung der Bücherei erhebliche Personalkosten und in kleinerem Umfang Sachkosten einsparen und so eine Haushaltsverbesserung erreichen.

Was ist nun geblieben? Die Bücherei bleibt zwar bestehen, wird aber zur reinen Schulbücherei und kann damit nicht mehr von den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Langerwehe genutzt werden. Personalkosten werden nicht eingespart. Sie werden lediglich vom Bereich der Gemeindebücherei in den der Gesamtschule verschoben. Also praktisch eine Nullnummer. Was nach Gegenrechnung mit den bisherigen Einnahmen aus der Bücherei als Sachaufwand eingespart wird, bewegt sich in etwa bei 7.000 € pro Jahr.

Der Versuch, einen anderweitigen Träger und damit Finanzier für diese Sachkosten zu finden ist gescheitert. Bei dieser Sachlage – also Einsparung im Minimalbereich – hatte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen beantragt, im Haushalt des Jahres 2019 wieder Sachmittel einzustellen und die Bücherei weiter als Gemeindebücherei zu führen.

Gerade in Zeiten, in denen zunehmend eine schwindende Lese- und Schreibkompetenz zu beobachten und zu beklagen ist, ist eine Schließung einer öffentlichen Bücherei die falsche Entscheidung. Unsere Bürgerinnen und Bürger werden sich in Zukunft für Ausleihen an die Nachbargemeinden wenden müssen. Ob das im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger in Langerwehe ist, darf mit Recht bezweifelt werden.

In der Ratssitzung vom 13. Dezember hat sich nur die Fraktion der SPD überzeugen lassen. Die Mehrheitsfraktion der CDU stimmte ohne weitere Begründung einheitlich gegen den Antrag. Ein nicht so schönes Weihnachtsgeschenk. Unsere Gemeinde wird wieder mal ein Stück ärmer und unattraktiver. Kultur gibt es in den Nachbargemeinden.

Kreisgeschäftsführerin

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