Abstandskampagne

.. wurde gestartet und die Probleme an der Kreuzung B56/Kölner Landstraße wurden erörtert. Gleich 2 wichtige Termine gab es für die Stadtratsfraktion am 8.10.2018.

Nach langem Bemühen von Verkehrsinitiativen und grüner Stadtratsfraktion wurde am Mittag eine Abstandskampagne gestartet. Die Stadt macht zusammen mit DKB und den Pro-Rad Initiativen darauf aufmerksam, dass beim Überholen von Radfahrenden grundsätzlich ein ausreichend großer Abstand von mind. 1,5 Metern zu halten ist.

Dies gilt unabhängig davon, ob es einen Schutzstreifen gibt, oder nicht. Radfahrerinnen und Radfahrer berichten vermehrt, dass sie auf Schutzstreifen noch enger überholt werden, als auf Straßen ohne solche Streifen. Autofahrer/innen denken scheinbar, der Raum des Streifens sei für Radfahrende ausreichend. Dabei soll er nur die Radler/innen ins Blickfeld der Kraftfahrer/innen holen – der Überholabstand muss trotzdem dringend eingehalten werden. Bei den meisten Straßen bedeutet das, dass man nur überholen darf, wenn die Gegenfahrbahn frei ist und man somit ausreichenden Sicherheitsraum garantieren kann.

Die AUFKLEBER sind groß auf 2 Bussen und kleiner auf zahlreichen kommunalen Fahrzeugen zu finden. Bürger/innen können für eigene Zwecke solche Aufkleber gratis im Bürgerbüro und an der Rathauspforte erhalten.

Später wurden die Probleme an der neuen B56n für den Radverkehr im Mobilitätsforum erörtert. Die Verantwortlichen der Stadt erläuterten die Entstehungsgeschichte der Straße und waren, wie wir Grünen auch, der Auffassung, dass die Situation für den Radverkehr sehr unglücklich ist. Die Beschilderung an der Kreuzung wurde bereits angepasst! Die Radwegebenutzungspflicht ist aufgehoben. Wer nicht auf der Fahrbahn fahren möchte, kann die Nebenanlagen benutzen. Die unterbrochene Radroute Girbelsrather Straße wird kurzfristig über die neue Kreuzung geführt und beschildert. Mittelfristig wird es aber auch eine neue Route geben, die südlich unter der B56n her führt und dann in die Stadt leitet. Grund dafür ist u.a. die Planung eines Gewerbegebietes im Bereich Rossfeld. Dies könnte auch Auswirkungen auf die Routenführung haben. Das Tiefbauamt wird uns unterstützen in Bezug auf Autos, die teilweise auf den Fußweg ragen und die Fahrt behindern, sowie mittelfristige Optimierungen weiter prüfen. Vorerst wird es im Dürener Osten eine problematische Situation bleiben.
Es wurde versprochen, dass man bei zukünftigen Projekten noch genauer hinschauen will, um fahrradfreundliche Lösungen zu erzielen. Als ersten Schritt haben wir uns daraufhin direkt die Baustellen im nördlichen Abschnitt der B56 n angesehen und ein Folgetreffen zum Thema vereinbart. Wir danken den Gesprächsteilnehmern für die ehrliche, offene und zielführende Zusammenarbeit.

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