Rodung Hambacher Forst aussetzen

In einem offenen Brief an Matthias Hartung, Vorstandschef von RWE, und Dr. Lars Kulik, Braunkohle-Vorstand, fordert die Grüne Kreistagsfraktion die Rodungen in der kommenden Saison auszusetzen. Damit bleibt ausreichend Zeit gemeinsam an wichtigen Strategien für eine nachhaltige Strukturentwicklung im Rheinischen Revier zu arbeiten. 

Bruno Voß, Fraktionsvorsitzender der Grünen Kreisfraktion, : „Wir Grüne begrüßen ausdrücklich, dass jetzt die ersten zwei Blöcke des Braunkohlekraftwerks Frimmersdorf stillgelegt werden sollen und nur noch in Sicherheitsbereitschaft bleiben. Weitere Stilllegungen, 2018 in Niederaußem und 2019 in Neurath, stehen zeitnah an. Die Umrüstung des Kraftwerks Weisweiler in ein Gaskraftwerk wird als weitere mögliche Maßnahme angekündigt. Dies alles zeigt uns deutlich, dass RWE großes Interesse daran hat, sich maßgeblich an der Klimaverbesserung im Sinne des Abkommens von Paris zu beteiligen.“

Vor diesem Hintergrund ist es zur Zeit nur konsequent, auch die Rodung im Hambacher Forst für diese Saison auszusetzen. Der weitere Braunkohlebedarf über die jetzigen Abbaugebiete hinaus sollte den tatsächlichen Entwicklungen entsprechend ermittelt werden.

Die Chance jetzt, mit Ihnen als Energieversorger gemeinsam den klimaschonenden Umbau im Rheinischen Revier für alle Beteiligten vorteilhaft zu gestalten, sollte unser gemeinsames Ziel sein.

Lassen Sie uns jetzt gemeinsam die Klimaziele von Paris umsetzen und Strategien für eine nachhaltige Strukturentwicklung ausarbeiten.

Das letzte Stück des wertvollen, uralten Hambacher Forstes können wir gemeinsam erhalten und den Menschen in unserem Revier Zukunftsängste nehmen.

Wir stehen als Partner für konstruktive Gespräche bereit und freuen uns auf Ihre Antwort.

 

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