Gratulation an Mobilitätsmanager

In NRW gibt es 15 neue Mobilitätsmanager! Zweiter Landeslehrgang „Kommunales Mobilitätsmanagement“ abgeschlossen. Wir gratulieren Michael Reichert, einem der beiden Mobilitätsmanager beim Kreis Düren,  zu seinem Abschluss und berichten zusätzlich über den AGFS Kongress und die Fahrradmesse Essen.

In Nordrhein-Westfalen gibt es 15 neue Mobilitätsmanager. Staatssekretär Michael von der Mühlen aus dem Verkehrsministerium überreichte den Absolventen des landesweiten Lehrgangs die Urkunden für ihre erfolgreiche Teilnahme. Ziel des mehrstufigen Lehrgangs war, Kommunen auf die neuen Mobilitätsanforderungen vorzubereiten und sie bei der Entwicklung von kombinierten Angeboten aller Verkehrsträger – von Bus und Bahn über Fahrrad, Fußgänger, Carsharing bis hin zum Mitfahrauto – zu unterstützen.
Von der Mühlen sagte bei der Urkundenübergabe: „Sie haben die Meisterschmiede für eine zukunftsfähige Mobilität absolviert. Damit sich die Fortbildung für Ihre Kommunen lohnt, sollen Sie mit diesem Wissen bezahlbare, sichere, effiziente und umweltschonende Mobilität in Ihrer Stadt oder Gemeinde weiterdenken und gestalten. Der Zündschlüssel der Zukunft ist das Smartphone, für die modernen Verkehrsnetze wird die Software aus intelligenten Ideen und Verknüpfungen immer wichtiger.“
Das Verkehrsministerium hat gemeinsam mit der Geschäftsstelle des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ (angesiedelt beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg) in den vergangenen Monaten zum zweiten Mal den Lehrgang „Kommunales Mobilitätsmanagement“ angeboten, um praxisorientierte Handlungsstrategien für die jeweilige Kommune zu entwickeln. Inzwischen sind in den Lehrgängen bereits 40 Kommunalvertreter als Mobilitätsmanager ausgebildet worden. Der dritte Lehrgang ist bereits gestartet, ein vierter für das Jahr 2017 geplant.
Im Verlauf des Lehrgangs erarbeiten die Teilnehmer unter fachlicher Begleitung von Experten einen Fahrplan zur Erstellung eines kommunalen Mobilitätsplans. Beim Mobilitätsmanagement geht es um die systematische Entwicklung, Förderung und Vermarktung von verkehrsmittelübergreifenden Angeboten. Aufgrund der Kenntnis der lokalen Rahmenbedingungen und ihrer Gestaltungsmöglichkeiten haben die Kommunen die besten Voraussetzungen als Träger und Initiatoren zu agieren. Sie übernehmen die koordinierende Rolle zwischen den verschiedenen Akteuren des Mobilitätsmanagements, werden als Motivatoren tätig und regen so Bürger und lokale Unternehmen an, auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel umzusteigen und ihr Mobilitätsverhalten bewusst und ohne Zwang zu verändern. Weitere Informationen zum Lehrgang „Kommunales Mobilitätsmanagement“ hier.
Das Bild zeigt Michael Reichert (rechts) auf dem AGFS Kongress in Essen vor einem Bild des Schnellradweges RS1 zusammen mit dem Vorsitzenden der Dürener Grünen, Georg Schmitz.
P1030024Bereits einen Tag vor der Urkundenverleihung führte die Fahrradmesse in Essen, der zeitgleiche Kongress der AGFS (Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte) und die Verleihung des deutschen Fahrradpreises 2016 in Essen zahlreiche Radverkehrs – Fachleute zusammen. Aus Düren waren der Mobilitäts – und Fahrradbeauftragte des Kreises Michael Reichert, der Fahrradbeauftragte der Stadt Düren Uwe Schmitz, der „Grüne“ Georg Schmitz und  Maik Scharnweber vom für Kreis und Stadt tätigen Planungsbüro vor Ort.
Vergangene Woche fand Nordrhein-Westfalens größte Fahrradmesse statt.
Die Fahrrad Essen hat in diesem Jahr wieder über 80.000 Besucher gehabt. Sie kamen vom 25. bis 28. Februar in die Messe Essen zum Informieren, Ausprobieren und Kaufen. 240 Aussteller präsentierten neue Trends und Modelle. Beliebt war auch der große Testparcours. In der Publikumsgunst ganz vorne lagen laut Besucherbefragung mit 44 Prozent E-Bikes und Pedelecs, gefolgt von Radfahrerzubehör mit 32 Prozent und Trekkingräder mit 31 Prozent. Insgesamt bewerteten die Besucher die Aktionsflächen und Parcours noch besser als 2015, besonders beliebt waren die Trail-Vorführungen in Halle 9. Daneben zählte zum Angebot auch ein Parcours speziell für Kinder, auf dem die jüngsten Messebesucher spielerisch die Geschicklichkeit auf zwei Rädern üben konnten.Anlässlich der Fahrrad Essen verliehen das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW am 25. Februar den Deutschen Fahrradpreis. In der Kategorie Infrastruktur landete die Stadt Nürnberg mit dem Projekt „Radständer für die Nordstadt“ auf dem ersten Platz. In der Kategorie Service gewann das Team von „Kiezkaufhaus“ aus Wiesbaden. Der Mönchengladbacher Künstler Norbert Krause überzeugte mit seinem außergewöhnlichen Engagement im Projekt „200 Tage Fahrradstadt“ die Jury und gewann damit die Kategorie Kommunikation. Der Preis für die fahrradfreundlichste Persönlichkeit ging an Schauspieler Peter Lohmeyer. (Quelle: Pressemitteilung Fahrrad Essen)
Mehr Infos über die Links:
http://www.agfs-nrw.de/events-und-kampagnen/der-deutsche-fahrradpreis-2016.html
http://www.agfs-nrw.de/events-und-kampagnen/messestand-auf-der-fahrrad-2016-in-essen.html http://www.fahrrad-essen.de/wichtigste-fahrradmesse-in-nrw/
Es folgen noch einige Eindrücke der Veranstaltungen.
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Georg Schmitz zeigte besonderes Interesse an Spezialfahrrädern, wie dem autark betriebenen Pedelec mit Hülle (oben rechts). Die Solarplatten laden den Akku, der ohne Nachladung eine große Reichweite hat und mit Tageslicht quasi unbegrenzt Kilometer ermöglicht. Die weiteren Bilder zeigen ein Pedelec mit Platz für eine Europalette, ein modernes Tandem und weitere Lastenräder.
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Letztes Bild: Gewinner des Deutschen Fahrradpreises in der Kategorie Service wurde das Projekt Kiezkaufhaus! Das Kiezkaufhaus ist für uns eine Herzensangelegenheit. Die Idee kam auf, als wir uns über den allgemeinen Lieferwahnsinn geärgert haben. Wenn man in Wiesbaden ein Buch bei Amazon bestellt, kann es sein, dass dieses Buch aus Lagerhallen in Polen kommt, obwohl der Verlag in Frankfurt sitzt. Jeden Tag fahren deshalb zahllose Lieferwagen über Deutschlands Straßen. Allein 800.000 Pakete werden täglich retourniert – das entspricht einem Ausstoß von 400 Tonnen CO2.
Natürlich wissen wir alle, warum das so ist: Neben dem Preis spielt auch Bequemlichkeit eine große Rolle. Ein paar Klicks und schon wird ein Paket ein Paket von Zalando, Amazon & Co am nächsten Tag geliefert. Alles sehr praktisch, wenn man nicht hinter die Kulissen schaut. Aber wir dachten jedenfalls, dass sich etwas ändern muss. Die Idee war geboren: Im Wesentlichen ist das Kiezkaufhaus ein lokaler Bringservice, der lokale Fachgeschäfte vernetzt und die Angebote online verfügbar macht.
www.kiezkaufhaus.de

Sprecher OV Düren

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