Film im KUBA Jülich „Landraub“ 20.04.2016, 20:00 Uhr

„Kaufen sie Land. Es wird keines mehr gemacht“ Mark Twain
Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar
Agrarfläche durch Versiegelung verloren. Nach der Finanzkrise 2008 hat das globale
Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckt. Mit dem Landraub wollen die
Reichsten der Welt sich Zugriff auf die wichtigste Ressource dieser Welt sichern. Statt
Bauern bestimmen dann Profitinteressen über die Böden. Wenn wir den Raubzug nicht
verhindern, werden unsere Lebensgrundlagen zerstört.
LANDRAUB portraitiert die Investoren und ihre Opfer. Ihr Selbstbild könnte
unterschiedlicher nicht sein. Die einen sprechen von gesundem Wirtschaften, Sicherung
der Nahrungsversorgung und Wohlstand für alle. Die anderen erzählen von Vertreibung,
Versklavung und vom Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen.
LANDRAUB erzählt in großen Bildern von den Folgen. Die Böden werden für GPSgesteuerte
Maschinen im großen Stil eingeebnet, der Verbrauch an Wasser, Chemie und
Energie ist in der Agrarindustrie enorm. Für jede eingesetzte Energieeinheit können bei der
industriellen Landwirtschaft nur drei Energieeinheiten geerntet werden, bei der
kleinbäuerlichen dagegen sieben mal mehr – 23 Energieeinheiten.
LANDRAUB zeigt die Dimensionen. Eine Fläche halb so große wie Europa wurde bereits
aufgekauft, die Bauern und indigenen Völker mussten weichen. Statt Nahrung für die
Region anzupflanzen, wird im großen Stil für die Märkte der wohlhabenden Länder
produziert.
LANDRAUB erzählt, was das mit uns zu tun hat. Es sind Programme der EU, die zu Mega-
Plantagen für die Biosprit-Erzeugung und zur Zuckerproduktion führen. Und es sind
Entwicklungshilfe-Gelder aus Österreich, mit denen Super-Reiche ihre Investitionen
absichern.
LANDRAUB wühlt auf, macht nachdenklich und animiert zum aktiven Tun. Der Widerstand
gegen „Landgrabbing“ wird kräftiger und lauter.

 

In Zusammenarbeit mit Bündnis 90 / die Grünen Jülich.

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