Grüne Kreistagsfraktion wünscht mehr psycho-soziale Begleitung für Flüchtlinge

Die Fraktion der Grünen im Kreis Düren sieht in vielen Städten und Gemeinden eine positive Entwicklung im Engagement der Bürgerinnen und Bürger für Asylbewerber und Bürgerkriegsflüchtlinge. 

Mit Emmanuel Ndahayo ist nach der Kommunalwahl erstmals ein ehemaliger Asylbewerber in den Kreistag eingezogen. Er kennt die Bedürfnisse und Nöte der Betroffenen aus eigener Erfahrung und ist Vorsitzender des Integrations- und Migrationsausschusses.

Ndahayo:“ Die Zahl der Flüchtlinge hat in den letzten Monaten rasant zugenommen. Angesichts der vielen Kriege wird dieser Trend auch bleiben. Gerade die Neuankömmlinge bedürfen einer breiten Beratung und Begleitung, stehen sie doch vor zahlreichen Schwierigkeiten in einem fremden Kulturkreis, ohne Sprachkenntnis, herausgerissen aus ihrer vertrauten Umgebung. Daher begrüßen wir die entstandenen „Runden Tische“ in vielen Städten und Gemeinden und wollen diese, auf Initiative der SPD-Fraktion, auf Kreisebene vernetzen.“

Die ehrenamtlich Tätigen bemühen sich Wohnraum in besseren Zustand zu bringen und die Begleitung der Menschen, die teilweise traumatisiert sind, bei den vielfältigen Problemen zu leisten. Es fehlt jedoch überall an professioneller Unterstützung.

Bruno Voß, Fraktionssprecher der Grünen: „Das Land NRW hat 40 Millionen Euro zusätzlich für die Flüchtlingsarbeit bereitgestellt, von denen jede Stadt und Gemeinde anteilig bedient wird. Daher wünschen wir Grüne uns, dass die Städte und Gemeinden psycho-soziale Beratung und Begleitung ausbauen bzw. einrichten. Wenn wir die Menschen integrieren wollen, müssen wir auch im begleitenden, professionellen Bereich geeignete Personen einstellen.“

Nun ist Kreativität gefragt, damit im gesamten Kreis flächendeckend durch gemeindeübergreifende Zusammenarbeit, psycho-soziale Begleitung geleistet werden kann.

Kreisgeschäftsführerin

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