Neue Tarife ab 1.1.2015

Mit dieser Pressemitteilung verkündet der AVV die Änderungen zum 1.1.2015. Dazu anschließend noch einige Erläuterungen.

 

Zum Jahresbeginn 2015 wird es einen durchgängigen Nahverkehrs-Tarif für Fahrten mit Bus und Bahn zwischen dem Aachener Verkehrsverbund und dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg geben.

Die Basis dafür bildet der VRS-Tarif, der die bisher bestehenden Preisstufen 1 – 5 um die Stufen 6 und 7 erweitert und somit den weiteren Distanzen zwischen den Verbundgebieten gerecht wird. Der Kunde profitiert durch einen übersichtlicheren Tarif und durch erweiterte Vertriebsmöglichkeiten. Die bestehenden Verbundtarife von AVV und VRS bleiben unberührt.

Insbesondere Berufspendler profitieren

Fahrgäste, die zwischen den Verbundräumen pendeln, nutzen derzeit zumeist NRW-Tickets, teilweise auch Tickets des Kragentarifs VRS/AVV oder des DB-Tarifs. Zukünftig gibt es nur noch einen Tarif für Bus und Bahn für Fahrten zwischen den Verbundgebieten – egal ob es von Aachen nach Köln, von Düren nach Bonn oder umgekehrt geht. Die Verkehrsunternehmen werden das gesamte Ticketsortiment über die klassischen Vertriebskanäle anbieten.

„Wir freuen uns, dass wir eine kundengerechte Lösung gefunden haben. Die Tarifkooperation löst sowohl den NRW-Tarif als auch den bestehenden Kragentarif zwischen AVV und VRS ab. Die Auswahl der Tarifprodukte wird übersichtlicher und für Kunden attraktiver. Auch die Vertriebsmöglichkeiten werden deutlich fahrgastfreundlicher“, so AVV-Geschäftsführer Hans-Peter Geulen und VRS-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag. So können Fahrgäste zukünftig schon beim Zustieg im Bus ein Ticket unterschiedlicher Preisstufen für Fahrten in den VRS lösen.

Preisstellung orientiert sich weitgehend an bestehenden Tarifen

Um den Mobilitätsbedürfnissen aller Kundengruppen gerecht zu werden, sind EinzelTickets, 4erTickets und TagesTickets sowie WochenTickets, MonatsTickets und MonatsTickets im Abo verfügbar. Tarifprodukte für spezielle Kundengruppen wie das Aktiv60-Ticket oder das StarterTicket für Auszubildende ergänzen das Angebot. SchülerTickets und JobTickets beider Verbünde können zusätzlich und ohne Preisaufschlag jeweils eine Kommune tief in den Nachbarraum hinein genutzt werden. Zudem haben JobTicket-Besitzer die Möglichkeit, optional ein Job-Ticket für das Gesamtgebiet des jeweils anderen Verbundes hinzuzukaufen. Studierende im AVV und VRS besitzen das NRW-SemesterTicket, welches unverändert bestehen bleibt. Die BahnCard wird, wie bei allen anderen Verbundtarifen in NRW auch, nicht mehr gültig sein.

Tarifanpassung im neuen Jahr

Zudem hat die Zweckverbandsversammlung des Aachener Verkehrsverbundes in ihrer gestrigen Sitzung eine Anpassung des AVV-Verbundtarifs zum 1. Januar 2015 beschlossen. Der Zeitpunkt der Tarifanpassung wird landesweit harmonisiert und an die der Nachbarverbünde VRS und VRR sowie der DB Regio NRW angepasst und daher vom 1. April auf Jahresbeginn vorgezogen.

Steigende Energie- und Personalkosten, notwendige Kapazitäts- und Leistungsausweitungen im Nahverkehr sowie die erforderlichen Investitionen in moderne Fahrzeuge mit entsprechenden Umweltstandards sowie der Ausbau der Service- und Infrastruktur führen zu einer moderaten Erhöhung der Preise für die Nutzung von Bussen und Bahnen im AVV um durchschnittlich 2,8 %. Die vorgelegte Tarifanpassung liegt damit unter den Anpassungen der letzten Jahre. Die Preise für Einzel-Ticket, Tages-Ticket, euregioticket sowie Mobil-Ticket (Sozial-Ticket) bleiben unverändert.

(Link zur Textquelle und mehr Infos)
Ende Oktober wird zudem eine Informationsbroschüre bei den Verkehrsunternehmen erhältlich sein.

Wir Grüne hatten immer wieder v.a. auf Probleme bei der Ausgestaltung der Jobtickets an den Verbundgrenzen hingewiesen. Ob der nun gewählte Weg insgesammt tatsächlich der Beste war, sei dahingestellt. Bei den Jobtickets gibt es eine gute Regelung! Betriebe können nun für Mitarbeiter aus dem AVV ein AVV Ticket und für Mitarbeiter aus dem VRS ein VRS Ticket kaufen.

Auf Facebook hat diese Meldung schon zu Diskussionen geführt. Meine Beiträge fasse ich hier zusammen, damit es keine Missverständnisse gibt: Die bisherigen AVV Tickets gibt es weiterhin in vollem Umfang. Also für Menschen, die nur innerhalb des AVV fahren (z.B. von Kreuzau nach Düren oder von Langerwehe nach Jülich und so) ändert sich nichts.
Die neuen Regelungen betreffen nur die Verkehre, die aus dem AVV in den VRS oder umgekehrt gehen. Also wenn jemand aus Heimbach nach Köln will, dann bekommt er demnächst ein durchgehendes Ticket des VRS. Die Erweiterung der VRS Preisstufen um die Stufen 6 und 7 diente also dazu, durchgehende Angebote über die Verbundgrenzen hinweg zu schaffen.

Bei den Jobtickets ist das jetzt echt interessant, weil auch die großen Firmen in Düren (Stadt, Kreis, LVR usw.) Angebote konzipieren können.  Für MitarbeiterInnen aus dem AVV Bereich kauft der Arbeitgeber dann ggf. AVV Jobtickets, für MitarbeiterInnen aus dem VRS die VRS Tickets. In Grenzkommunen war das immer ein riesiges Problem, denn die Verbünde hatten da bisher kein taugliches Angebot! Diese Jobtickets gelten ohne Aufpreis nun auch in der ersten Nachbarkommune des anderen Verbundes, was einem echten Mehrwert entspricht. Hat man z.B. ein AVV Jobticket, kann man damit demnächst auch in die Stadt Kerpen oder nach Zülpich fahren. Wenn Kunden dann über ein Jobticketmodell in den Genuss einer Karte des AVV kommen, aber aus irgendwelchen Gründen auch zusätzlich eine VRS Monatskarte haben wollen, können sie diese optional als Ergänzung hinzu kaufen. Die Preisstufen innerhalb des AVV ändern sich nicht: http://avv.de/de/tickets/preisstufen

Da ändert sich zumindest nichts Grundsätzliches, außer den geringfügigen Preisanpassungen, die leider fast jährlich kommen. 2,8%, so war zu vernehmen, steigen die Preise im Schnitt 2015.

Sprecher OV Düren

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