Solaranlagen in Düren

Unter www.aachener-nachrichten.de ist heute zu lesen, wie die Stadt Düren mit dem Thema Solaranlagen derzeit umgeht. Wir Grünen sehen es als großen Erfolg an, dass die Stadt sich inzwischen nach langjährigem Drängen in diesem Bereich selbst engagiert und freuen uns darüber! Allerdings ist dort etwas falsch dargestellt. Unser im Extrafeld dort erwähnter Antrag fordert, dass die Stadt Flächen, die sie nicht selbst verwerten will, Bürgern zur Verfügung stellt, so wie es in fast allen Nachbarkommunen und beim Kreis gehandhabt wird.

Siehe auch hier! Es ist nicht richtig, dass dieser Antrag im letzten Rat gescheitert ist. Er ist wie üblich zur Beratung an den Fachausschuss verweisen worden. Die Verwaltung hat lediglich bereits im Rat darauf hingewiesen, dass sie nicht gerne an Dritte verpachten möchte. Linie der Stadtverwaltung ist es, Dächer selbst zu bestücken, wo es ihr sinnvoll erscheint und andere Dächer ungenutzt zu lassen. Die Einnahmen durch einen Pachtvertrag müssen den Einschränkungen gegenüber gestellt werden, die ein solcher Vertrag mit sich bringt. Darüber wird im Umweltausschuss nach der Sommerpause beraten!

Zum Bild: Als wir vor wenigen Wochen an der Grüngürtelschule unseren Antrag erläuterten, wussten wir nichts davon, dass die Verwaltung gerade diese Schule bereits für eine „eigene“ Solaranlage ausgewählt hatte.

Nachtrag: In den Sommerferien fand ein Fachgespräch zwischen Fraktionsmitgliedern und Gebäudemanagement statt. Einen Teil der aktuellen Infos können wir hier nachtragen:

  • Vorlage Klimaschutzkonzept zeigt die Aktivitäten auf.
  • Im Haushalt 12/13 sind 200.000 +300.000Euro für PV Anlagen eingestellt.
  • Für 14/15/16 sollen diese Beträge fortgeschrieben werden.
  • Derzeit 3 Anlagen am Netz: HS Gürzenich und zwei Anlagen an der Feuerwehr.
  • Derzeit Grüngürtelschule in Arbeit. Nur halbes Dach mit 5kwp, da die Anschlussleitung keine größere Last zulässt und man sonst für 40.000€ eine neue Leitung legen lassen müsste. Man hätte mehr Potential, hat dies aber nach genauer Abwägung nicht nutzen können.
  • Die Solaranlagen der Stadt sind in einem gewerblichen Betrieb der Stadt angesiedelt. Dadurch wird Mehrwertsteuer gespart und es können Sonderabschreibungen erfolgen. So kann man Baukosten der Dachsanierung zu 40% mit betrachten und so insgesamt ein wirtschaftlicheres Ergebnis erzielen.
  • Das Dach der Südschule ist in Ordnung, aber viel zu schwach für eine PV Anlage. Deshalb ist die derzeit kein Thema.
  • Nächste Projekte: Neubau Kindergarten Arnoldsweiler und Bürgerhaus Rölsdorf 2013, Feuerwehr Hauptgebäude nach Dachsanierung (Satteldach auf dem Flachdach) in 2014.
  • Optionen für die nächsten Jahre:  GAW, Rurtal-Gymnasium, Burgau-Gymnasium
  • Energieberater muss bleiben. Von den 3,8Mio für Energie und Wasser im Jahr lassen sich 300.000€ trotz steigender Energiekosten einsparen. Dies geht nur durch regelmäßige Kontrolle und Anleitung und Optimierung.
  • Viele weitere Details, die ich hier nicht all aufführen kann, wurden besprochen, z.B. auch zu den vielen Duschen an Sportanlagen – und warum da Solarwarmwasseraufbreitung meistens nichts bringt.
  • Problem: Eigenstromnutzung an benachbarten städtischen Gebäuden wie Peschschule und Museum oder Schule Gürzenich und Turnhalle Gürzenich, die eigenständige Hausanschlüsse haben. Die Stadt darf der überschüssigen Strom vom Schuldach nicht zur Turnhalle leiten und dort selbst verbrauchen, sondern muss ihn ins öffentliche Netz einspeisen und nebenan wieder zu den höhern Preisen der SWD abnehmen.
    Dieses Thema werden wir mit Hilfe unseres MdB Oliver Krischer vertiefen.

Sprecher OV Düren

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