Radverkehr fördern!

In den Sommerferien geht es auch in der Politik etwas ruhiger zu, aber unsere konkrete Arbeit ging natürlich auch in der Sommerpause weiter. Ich möchte Ihnen konkrete Beispiele aufzeigen, wo wir uns um die Fahrradfreundlichkeit Dürens bemühten. 

Vor den Sommerferien wurde die Roonstraße nach umfangreichen Bauarbeiten wieder für den Verkehr freigegeben. Dabei entdeckten wir am Beginn, also an der Kreuzung zur Schoellerstraße, dieses Schild „gemeinsamer Fuß/Radweg“. Im Hinblick auf die Konfliktvermeidung und das Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Radwegebenutzungspflicht war uns klar, dass wir das nicht akzeptieren können.   Immerhin müssten Radler*innen dann nicht nur zwischen versch. Masten hindurchkurven, sondern würden in einen Haltestellenbereich hineingeleitet, der unmittelbar vor einer Blindeneinrichtung liegt. An so einer Stelle gehört das Rad eindeutig auf die Fahrbahn – was in einem guten Gespräch auch die Verwaltung einsah.

In der Bismarckstraße wurde vor der Job-Com die Haltestelle erneuert. Da dort früher ein Radweg auf der Nebenanlage durch die Haltestelle führte, kam es immer wieder zu Konflikten und gefährlichen Situationen. Leider wurde der Neubau der Haltestelle nicht politisch beraten und wir sahen plötzlich die laufenden Bauarbeiten. Nach Abschluss der Arbeiten war hier (wie in der Roonstraße) ein gemeinsamer Fuß/Radweg ausgewiesen, für den eine Benutzungspflicht besteht. Wir haben auch hier protestiert. Der Radler gehört nicht in den Bereich zwischen Busausstieg und Job-Com Eingang. Zumindest darf er dort nicht hin gezwungen werden. Wir fordern die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht in der Bismarckstraße. Als erste Maßnahme (bis zur abschließenden Prüfung gemeinsam mit anderen Radwegen) wurde die Aufhebung zwischen Beginn der Haltestelle und dem Kreishaus vereinbart. Man kann nun also demnächst – vorsichtig!- über eine vorhandene Absenkung vor der Haltesstelle auf die Fahrbahn fahren und diese bis zum Kreishaus legal nutzen, denn am Ende der Haltestelle kommt man nicht wieder auf die Nebenanlage hoch.

Außerdem wurden zahlreiche weitere konkrete Problemstellen besprochen. Nicht überall gibt es eine schnelle Lösung,- aber es ist klar geworden, dass diese Stellen weiter bearbeitet werden müssen. Wie geht es weiter? Im Herbst wird das Fahrradforum sich mit dem ersten Bauabschnitt des Schutzstreifenprogramms beschäftigen. Danach werden Verwaltung und Fahrradforum sich im Winter um das große Thema „Aufhebung Radwegebenutzungspflicht“ kümmern. „Es tut gut, wenn man auch in der Opposition durch sachliche Arbeit etwas für den Radverkehr erreichen kann“. Für Fragen und Anregungen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. (Georg Schmitz)

Mehrfach haben wir über das Thema auch auf der alten Homepage berichtet, z.B. hier und hier. Die Rückmeldungen haben wir jeweils mit eigenen Erfahrungen zusammen in einem Mängelbericht aufgeführt. Die neueste Fassung finden Sie nun hier zum Download: „Fahrradfreundlichkeit Düren“als PDF

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Sprecher OV Düren

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