Anträge zu Aktionstag und Solaranlagen

Wir schlagen vor, das Thema Aktionstag „In die Stadt ohne mein Auto“ in die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses in Düren aufzunehmen. Beschlussvorschlag: Die Vertreter der Stadt Düren in der CityMa GmbH werden gebeten, sich für eine aktive Beteiligung der CityMa beim Aktionstag einzusetzen und eine dauerhafte Aufnahme in den Terminkalender der CityMa sicherzustellen. Außerdem beschäftigen wir uns aktuell mit dem Thema Solaranlagen.

Begründung: Der Rat der Stadt Düren hat im Rahmen von „Agenda 21“ die regelmäßig Teilnahme am Aktiontag „In die Stadt – ohne mein Auto“ am 22.09. eines jeden Jahres beschlossen. Der Aktionstag ist ein wichtiger Baustein im städtischen Werben für umweltverträgliche Mobilität,  also für weniger motorisierten Individualverkehr und für mehr Umwelt- und Klimaschutz. V.a. die ehrenamtlich Aktiven aus den Verbänden organisieren an dem Aktionstag ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. Herr Kesting (VHS) und Herr Schmitz (Fahrradbeauftragter) unterstützen die ehrenamtlich Aktiven.  Mehrfach wurde die CityMa in den letzten Jahren um Unterstützung für diesen Tag gebeten, aber obwohl die CityMa so ziemlich jede andere Veranstaltung in Düren bewirbt, wurde der große Aktionstag immer wieder ausgeklammert. Damit allen Beteiligten die Bedeutung des Aktionstages als wichtige städtische Veranstaltung nochmals bewusst wird, erscheint es uns notwendig, dies nochmals herauszustellen. Die Vorstandsmitglieder der CityMa, die von der Stadt Düren entsendet werden, werden gebeten, sich im Vorstand dafür einzusetzen, dass dieser regelmäßige Termin nicht mehr durch die Intervention einzelner Geschäftsleute aus der Veranstaltungsliste gestrichen wird, sondern dass das Stadt – Marketing die Chancen aktiv nutz, die es durch mehr Bus – und Bahnnutzung, sowie durch mehr Fuß – und Radverkehr gibt.

Zu Ihrer weiteren Information: „Agenda 21″ (wörtlich übersetzt: das, was zu tun ist) ist ein Aktionsplan der UN für eine zukunftsfähige Entwicklung für das 21. Jahrhundert. Sie ist eines der Abschlussdokumente der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio 1992, das 178 Staaten unterzeichnet haben. Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik sollen so gestaltet werden, dass auch nachfolgende Generationen lebenswerte Bedingungen vorfinden. Die Staaten verpflichteten sich damit, ihre Städte und Gemeinden aufzufordern, eine ‚Lokale Agenda 21′ aufzustellen. Daran sollen so viele Bürger und Bürgerinnen wie möglich beteiligt werden. Große Bedeutung für die Verwirklichung einer zukunftsfähigen Entwicklung weist die „Agenda 21“ den Kommunen zu. An möglichst vielen Orten soll unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger eine „Lokale Agenda 21“ erstellt werden, die den örtlichen Gegebenheiten und Problemen entspricht. In Deutschland gibt es mittlerweile schon ca. 1.300 Kommunen, die auf dem Weg sind, ihre „Lokale Agenda 21“ zu erstellen bzw. umzusetzen.

Düren ist auch dabei! Es wurden seit April 1999 versch. Projekte entwickelt und umgesetzt, die zeigen sollen, dass eine zukunftsfähige Entwicklung möglich ist. Auch Ziele für eine langfristige Entwicklung sollen mit Bürgerinnen und Bürgern, Gruppen, Initiativen, Verwaltung und Politik vereinbart werden. Im Jahr 2004 hat die Lokale Agenda der Stadt Düren den ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Der Aktionstag ist einer der letzten Punkte, der vom Agenda – Prozess überhaupt noch zu erleben ist und verdient deutlich mehr Unterstützung von allen Seiten!

 

Grüner Erfolg! 

Das Solarkataster wollten Stadt Düren und Bürgermeister bisher nicht – ebenso wenig, wie Verpachtung von Dachflächen und all das, was die Nachbarkommunen machen. Als wir Grünen dieses Kataster zum zweiten Mal beantragt hatten, haben die SWD angeboten, so etwas zu machen. Nun erwähnt der Bürgermeister den wiederholten Antrag der Grünen noch nicht einmal mit einem Wort. Schade, dass er diese Größe nicht hat, aber schön, dass das Ergebnis stimmt! Hier nun der Link zum Kataster: http://dueren.publicsolar.de.

Der Pressetext dazu: http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/solarkataster-mit-wenigen-klicks-infos-zur-wirtschaftlichkeit-1.588553

Wir haben nun außerdem vorgeschlagen, das Thema „Verpachtung von Dachflächen für Solaranlagen“ in die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung aufzunehmen.
Vorschlag: Der Rat der Stadt Düren beschließt:  Der Rat fordert die Verwaltung auf, die städtischen Dachflächen auf Eignung für Solaranlagen zu prüfen. Wenn eine Nutzung geeigneter Flächen durch die Stadt aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, so sind diese geeigneten städtische Dachflächen schnellstmöglich an Bürger Investorengemeinschaften) zu verpachten, damit darauf trotzdem Photovoltaikanlagen errichtet werden können.

Begründung: Bürgermeister Larue hat sich in der Presse offensiv für die Errichtung von Photovoltaikanlagen im Stadtgebiet ausgesprochen, als das von den Grünen beantragte Solarkataster von ihm und den Stadtwerken vorgestellt wurde. Wir im Kataster dargestellt, gibt es ein erhebliches Potenzial für den Bereich der Stadt Düren. Die Stadt sollte mit Ihren Gebäuden nun die Vorreiterrolle übernehmen. Neben versch. gewerblichen möglichen Investoren gibt es inzwischen auch eine Bürgerenergie Düren Genossenschaft, die Projekte in Düren betreuen könnte.  Der Klimareport der Vereinten Nationen (sog. IPCC-Report) hat den von Menschen gemachten Klimawandel als wissenschaftlich unbestreitbar dargelegt. Die Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen liegt im Verantwortungsbereich eines jeden Einzelnen, auch der Städte und Gemeinden. Zahlreiche Städte und Gemeinden in Deutschland haben bereits Projekte zum Klimaschutz in die Wege geleitet. Der Rhein-Erft-Kreis hat schon seit Jahren Dachflächen für Solaranlagen verpachtet und damit gute Erfahrungen gemacht. Und selbst nur wenige Meter vom Rathaus, am Dürener Kreishaus und am Berufskolleg Nideggener Straße greift dieses Modell erfolgreich!

Zwei gute Zeitungsartikel zu unserem Pressetermin an der Grüngürtelschule, in dem wir die Anträge erläutert haben:
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/dueren/gruene-wollen-staedtische-daecher-fuer-solaranlagen-nutzen-1.590914

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/gruene-fordern-photovoltaik-auf-staedtischen-gebaeuden-1.590786

Link zur Bürgerenergie Düren – Genossenschaft: http://www.rea-umweltinvest.de/buergerenergie-dueren-eg.aspx

Grüngürtelschule_kleiner

Bild: Südseite der Grüngürtelschule
Gerne geben wir diese Info weiter: Infoveranstaltung der Bürgerenergie Düren eG am 03.07.2013

Sehr geehrte Damen und Herren, die Genossenschaft Bürgerenergie Düren eG hat Ihren Betrieb aufgenommen. Sie wird als erste Dürener Energiegenossenschaft Wege für regionale Wertschöpfungen zur Produktion und Einsparung von Energie beschreiten. Alle Interessenten die unserer Genossenschaft noch beitreten möchten, und Mitglieder die erwägen Ihren Geschäftsanteil zu erhöhen, möchten wir informieren und die aktuellen Planungen unserer Anlagen Düren erläutern. Dazu laden wir Sie herzlich ein: Mittwoch, den 03.07.2013 um 19.00 Uhr. Jägerhof Echtz, St. Michaelstr. 30, 52353 Düren.
Sie können sich auch auf der Internetseite www.rea-umweltinvest.de oder www.buergerenergie-dueren.de informieren.

Fraktionsgeschäftsführer Ratsfraktion Düren

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