Lärmaktionsplan der Gemeinde Langerwehe

Die Gemeinde Langerwehe hat ihren Lärmaktionsplan vorgestellt. Der beinhaltet zuerst einmal die Feststellung wo genau welcher Lärm auftritt und weniger „Aktion“.

Das mag daran liegen, dass die öffentliche Auslegung mit der Möglichkeit für die Beteiligung der Bürger eher unbeachtet geblieben ist. Was wiederum daran liegen mag, dass die Gemeinde angesichts der plötzlich näher gerückten Frist des 31.12.2008 zur Aufstellung schnell handeln musste.

Im Plan sind als Hauptlärmquellen die BAB A4 sowie die Schienen-Trasse zwischen Köln und Aachen genannt. Dabei ergibt sich, dass im Jahr 2008 etwa 70445 Züge das Gemeindegebiet gequeert haben. Insgesamt ist der Lärmpegel entlang der Trasse beachtlich, speziell im Ortskern von Langerwehe zeigt sich – Tag wie Nacht – eine hohe Zahl von Betroffenen.

Die Deutsche Bahn weist auf Nachfrage darauf hin, dass es zwar ein Lärmsanierungskonzept gibt, hier ist Langerwehe aber auf der Abarbeitungsliste unter Laufender Nummer 57 mit Priorität 10,392 gelistet. Wie die Bahn schreibt „Eine verbindliche Zeitschiene kann daher nicht festgelegt werden“, es ist also nicht absehbar, wann in Langerwehe das dringende Thema angegangen wird.

Anmerkung: Der „Lärmaktionsplan“ kann bei Jens Ferner bezogen werden, er liegt leider nicht digital vor.
Es ist leider auch festzustellen, dass die Gemeinde diesem wichtigen Thema wohl selbst nicht die höchste Priorität zuschreibt, anders kann man sich nicht erklären, dass man von der Vorgabe eines Lärmaktionsplans derart „überrolt wurde“.

Die Tatsache, dass Lärm krank macht, ist hinlänglich bekannt. Abgesehen davon, dass es unser Dorf erhebliche Attraktivität kostet, die problemlos mit einfachen Schallschutzwänden an Teilen der Strecke wieder gewonnen werden kann.

Dazu zum Nachlesen: Lärm macht krank

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