Studie: Neonazis und ihre Opfer sind oft Nachbarn

Zu interessanten Erkenntnissen kommt eine Studie des Berliner Verfassungsschutzes, die am Donnerstag offiziell von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) vorgestellt wird. Die Studie soll Auskunft über Ausmaß und Charakter rechter Gewalt in Berlin geben. Untersucht wurden 300 rechtsextreme Gewalttaten, die sich zwischen 2003 und 2006 in Berlin ereigneten. Die Forscher interessierten sich unter anderem für die Tatabläufe, die Tatorte und zeitliche Auffälligkeiten.

Für die Studie relevant waren auch die ungefähren Wohnorte der Täter, ihr Alter, ihre Schulbildung und auch ihre Vorstrafen. Dazu:

Der typische Rechtsextremist ist männlich, 15 bis 24 Jahre alt und hat nur ein geringes Bildungniveau: Eine Studie, die auf Daten des Verfassungsschutzes basiert, untersucht, wie Berliner Neonazis sind. Ein Ergebnis: Rechte Schläger finden ihre Opfer oft direkt nebenan – in der Nachbarschaft. Männlich, 15 bis 24 Jahre alt und unterdurchschnittlich gebildet – diese Merkmale kennzeichnen laut einer neuen Untersuchung rechtsextreme Gewalttäter in Berlin.

Ihre Opfer finden sie demnach häufig in ihrem direkten Wohnumfeld, meistens halten die Täter sie für politische Gegner. Für die Studie hat der Berliner Verfassungsschutz insgesamt 300 rechtsextremistisch motivierte Gewalttaten in der Hauptstadt aus den Jahren 2003 bis 2006 untersucht, teilte Berlins Senatsinnenverwaltung mit. Demnach handelt es sich bei den meisten gewalttaten um spontane Übergriffe: Täter und Opfer treffen zufällig aufeinander.

Quelle: Welt Online. Dazu auch die BZ-Online.

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